von Jörg Bernhard
An den Terminmärkten war Silber zuletzt allerdings eher „out“. Darauf deutete der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) der CFTC hin. So reduzierte sich bei den Großspekulanten (Non-Commercials) die Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) von 10.797 auf 8.558 Kontrakte (-20,7 Prozent), während bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) ein Anstieg von 4.425 auf 5.776 Futures (+30,5 Prozent) registriert worden war. Die kumulierte Netto-Long-Position der spekulativen Marktkräfte fiel auf 14.334 Kontrakte zurück, das niedrigste Niveau seit Ende des Jahres.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Silberpreis mit leichteren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (Juli) um 0,22 auf 28,29 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Miserabler Wochenauftakt
Obwohl zum Wochenauftakt bislang keine neuen Hiobsbotschaften von der Konjunkturfront veröffentlicht wurden, tendiert der Ölpreis weiterhin in tiefere Kursregionen. Mit der Tatsache, dass Europa in diesem Jahr in die Rezession rutschen wird, hatten sich die Markakteure bereits abgefunden. Dass nun aber auch in China und in den USA die Konjunktur stärker als erwartet zu lahmen beginnt, löste massive Verkäufe aus. Kein Wunder, schließlich herrscht an den Energiemärkten ein erhebliches Überangebot. Und auch aus charttechnischer Sicht spricht derzeit wenig für einen Trendwechsel nach oben.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,98 auf 82,25 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,61 auf 96,82 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Julian Mezger