von Jörg Bernhard
Unter Medien- und Internetprofis ist Adobe mit seinen diversen Programmen das Maß aller Dinge, Anleger kommen meist nur über die von dem Unternehmen erfundenen PDF-Dateien in Berührung. Innerhalb des Nasdaq-100 gehörte die Adobe-Aktie mit plus 27,4 Prozent in den vergangenen 12 Monaten zu den Softwarewerten mit der besten Performance. Zwei Tage vor der Präsentation der Jahreszahlen wird Adobe im Rahmen eines Online-Event die neuen Versionen von Adobe (R), Creative Cloud und Adobe Photoshop präsentieren. Sollte das mediale Echo positiv ausfallen, könnte dies der Aktie zu Impulsen nach oben verhelfen. Die Konsenserwartungen der Analysten bezüglich der beiden nächsten Quartalszahlen fallen indes weniger spektakulär aus.
Analysten erwarten stabile Gewinne
Die von Analysten geschätzten Unternehmensgewinne tendierten in den vergangenen drei Monaten zwar abwärts, für das abgelaufene vierte Quartal und das laufende erste Quartal werden pro Aktie Werte von 0,57 Dollar (Q4 2012) bzw. 0,56 Dollar (Q1 2012/2013) prognostiziert. Bei den Ratings überwiegen positive Urteile. Die Zahl der „Buys“ (Kaufen) beläuft sich auf 10 bei einem „Overweight“ (Übergewichten). Neutrale „Hold“-Urteile (Halten) sind mit 10 ebenfalls stark verbreitet, während lediglich 3 den Wert als „Sell“ (Verkaufen) einstufen. Bei den prognostizierten Kurszielen reicht die Bandbreite von 24,00 bis 41,00 Dollar und ergeben einen Durchschnittswert von 34,61 Dollar. Unter diesem Aspekt scheint kein Aufwärtspotenzial vorhanden zu sein. Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich derzeit eher Korrekturpotenzial. Grund: Nach dem Markieren eines neuen Jahreshochs legte die Aktie den Rückwärtsgang ein. Der Respekt vor den Hochs aus dem ersten Halbjahr 2011 war offensichtlich zu groß.