Das finanzielle Symbol des legendären Goldrauschs, der Australien Mitte des 19. Jahrhunderts erfasste, steht vor dem Aus.
Der Besitzer der Bendigo Stock Exchange will die Börse Ende Juni schließen. Die Wurzeln des Handelsplatzes reichen in eine Zeit zurück, in der Tausende Schürfer im Staat Victoria abstiegen, nachdem dort zwei Frauen beim Waschen ihrer Kleidung Gold gefunden hatten. Dem Schritt des Betreibers NSX war eine lange Phase dünnen Handels und geringen Interesses von Brokern vorausgegangen.
Bendigo ist nicht die einzige kleine Börse, die zu kämpfen hat. Auch andere Handelsplätze drohen angesichts der von globalen Börsenbetreibern angestoßenen Konsolidierung des Sektors der Verlust ihrer Bedeutung oder ihrer Unabhängigkeit. So erwägt eine weitere historische Institution – die 135 Jahre alte London Metal Exchange, die den Handel mit Metallen wie Kupfer und Aluminium dominiert – nach diversen Angeboten nun einen Verkauf.
„Keinerlei Relevanz mehr"
Treiber der Marktbereinigung sind Börsen, die nach einer höheren Liquidität sowie Zugang zu Technologie und neuen Märkten suchen. Während einige Größenvorteile als Vorwärtsstrategie betrachten, versuchen sich andere als Nischenbörsen neu zu erfinden. Sie konzentrieren sich auf wachsende und kapitalintensive Sektoren wie Umwelttechnologien oder spezialisierte Anlegergruppen wie wohlhabende chinesische Privatanleger... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de
Bildquellen: Julian Mezger