Mit den
Ölpreisen geht es abwärts: Ein Barrel der Sorte Brent kostet nur noch rund 90 US-Dollar und damit ein Viertel weniger als Anfang Mai. So niedrig lagen die Preise zuletzt Ende 2010, also vor dem Bürgerkrieg in Libyen, der die Produktion des Landes im vergangenen Jahr zum Erliegen brachte. Inzwischen hat sich das Angebot aus Libyen wieder weitgehend erholt, in der Eurozone weitet sich die Schuldenkrise aus und Chinas Wachstum schwächelt.
Insofern dürfte es mit den Ölpreisen weiter nach unten gehen. Die Frage ist nur: Um wieviel mehr können sie sinken?
Neuer Überhang auf dem Ölmarkt
Der Druck auf dem Ölmarkt ist heute weniger stark als noch im Jahr 2010, als die Gemeinschaft der Öl exportierenden Länder, Opec, im Schlussquartal rund 31 Millionen Barrel Öl pro Tag hätte produzieren müssen, um die weltweite Nachfrage zu befriedigen. Sie produzierten seinerzeit jedoch tatsächlich nur 29,3 Millionen Barrel Öl am Tag, sagt die Internationale Energieagentur (IEA).
Im Gegensatz dazu schätzt die IEA die diesjährige täglich benötigte Produktionsmenge auf nur noch 29,4 Millonen Barrel. Jetzt aber produzieren die Opec-Staaten – vor allem dank eines höheren Outputs in Saudi-Arabien – rund 31,8 Millionen Barrel Öl am Tag.
Auf diesen Überhang an Öl stützen sich die Bullen am Markt... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de