von Jörg Bernhard
Zugegeben, in der gegenwärtig unsicheren Marktphase gehört schon etwas Mut und Optimismus dazu, in gehebelter Form auf das konjunktursensitive Edelmetall zu setzen. Sollte die Eurozone ihre enormen Probleme in den Griff bekommen und eine Infektion der Weltwirtschaft ausbleiben, stehen die Chancen auf einen Platin-Rebound aber relativ gut. Noch befindet sich die wichtigste Abnehmerbranche - die Automobilindustrie - in einer ausgesprochen komfortablen Lage. Trotz Arbeitslosigkeit und Schuldenkrise stieg im November die Zahl verkaufter Autos in den USA von 10,1 auf 10,3 Millionen an. Und in Asien - speziell China - läuft das Autogeschäft ebenfalls ausgesprochen rund. Sollte der befürchtete und bereits eingepreiste Markteinbruch weiterhin ausbleiben und sich der Ausverkauf bei Platin als falsch erweisen, müsste das zum Bau von Katalysatoren benötigte Edelmetall zu einem deutlichen Rebound fähig sein.
Obwohl die Feinunze zuletzt unter die psychologisch wichtige Marke von 1.500 Dollar gerutscht war, blieben chartinduzierte Verkäufe aus. Da im Bereich von 1.470 Dollar eine massive Unterstützungszone verläuft, dürfte das Edelmetall nach unten gut abgesichert sein. Beim Blick nach oben würde erst im Bereich von 1.580 Dollar nennenswerter, charttechnischer Gegenwind aufkommen. Zur Begrenzung potenzieller Verluste bietet sich ein Stopp-Loss bei 1.450 Dollar an.
Mit Hebel auf Rebound setzen
Mit dem von der Bank Vontobel emittierten Mini-Future auf Platin (WKN: VFP6V0) erzielen Anleger bei einer unbegrenzten Laufzeit einen Hebel von aktuell 4,3. Während der Basispreis bei 1.160,36 Dollar liegt, ist der Knock-Out-Level bei 1.182,31 Dollar angesiedelt. Hiervon ist das Edelmetall derzeit fast 21 Prozent entfernt.
Bildquellen: Pro Aurum