von Jörg Bernhard
Silber, das mit großem Abstand günstigste Edelmetall befindet sich gegenwärtig in einer extrem spannenden und für den weiteren Trend entscheidenden Marktphase. So hat sich seit Dezember vergangenen Jahres eine charttechnische Dreiecksformation gebildet, wobei man sich aktuell in der Endphase befindet, weil der Silberpreis an dessen Spitze angelangt ist. Erfolgt ein Ausbruch nach oben wäre dies ein klares charttechnisches Kaufsignal, rutscht der Silberpreis unter die Unterstützung, drohen chartinduzierte Verkäufe. Aus diesem Grund sollte zur Begrenzung potenzieller Kursverluste ein relativ enger Stopp-Loss bei 26,00 Dollar gesetzt werden. Aus fundamentaler Sicht wäre allerdings eine Beruhigung an den Aktienmärkten wünschenswert. Wachsende Konjunkturängste könnten sich bei Silber als Gift erweisen. Da rund die Hälfte des globalen Silberangebots in diversen Industriesektoren verarbeitet wird. Ein konjunkturbedingter Nachfrageeinbruch müsste dann zur Vermeidung eines Silberpreiseinbruchs von Finanzinvestoren kompensiert werden. Dies dürfte sich als relativ schwieriges Unterfangen erweisen.
Vierer-Hebel sollte genügen
Silber weist unter sämtlichen Edelmetallen traditionell die höchste Kursschwankungsintensität bzw. Volatilität auf. Während auf Basis der vergangenen 250 Tage Silber auf eine Volatilität in Höhe von 32,1 Prozent kommt, beläuft sich die vergleichbare Risikokennzahl beim gelben Edelmetall auf lediglich 18,1 Prozent. Aus diesem Grund sollte der Hebel nicht zu hoch ausfallen. Mit dem von der Bank Vontobel emittierten Open End Turbo Warrant auf Silber (WKN: UU02WS) können Anleger bei einer unbegrenzten Laufzeit derzeit eine Hebelchance von 4,1 erzielen. Während der Basispreis bei 20,4626 Dollar liegt, ist der Knock-Out-Level bei 20,5649 Dollar angesiedelt. Von dieser Marke ist das Edelmetall derzeit über 23 Prozent entfernt.
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Bildquellen: Julian Mezger