von Julia Groß, Euro am Sonntag
Für günstige Schokoladenweihnachtsmänner kommt die Entwicklung leider zu spät: Der Preis für Kakao fiel vergangene Woche auf den niedrigsten Stand seit Ende Juni.
Entstanden ist dieser Preisrutsch letztlich aus der Erwartung einer höheren Nachfrage. Asiatische und afrikanische Kakaoproduzenten hatten massiv in den Ausbau von Weiterverarbeitungsanlagen investiert, die Kakaobutter und Kakaopulver aus dem Rohstoff Kakaobohnen herstellen. In Malaysia ist die Verarbeitungskapazität in den vergangenen sechs Jahren um 40 Prozent gestiegen, und die Elfenbeinküste, der weltweit größte Kakaoproduzent, kann heute 50 Prozent mehr verarbeiten als noch vor fünf Jahren. Ghana, die Nummer 2 auf dem Kakaomarkt, hat jetzt zweieinhalbmal so hohe Verarbeitungskapazitäten wie vor sieben Jahren. Die Folge: sinkende Margen und ein erhebliches Überangebot. Ein Problem, das auch 2013 bestehen bleiben könnte, glaubt man bei der Rabobank, einem der größten Kreditgeber der Kakaobranche.
Von einem fallenden Preis können Anleger zum Beispiel mit dem Kakao-Mini-Short-Zertifikat der Royal Bank of Scotland mit endloser Laufzeit profitieren (ISIN: DE 000 AA3 ATZ 8). Der Hebel liegt bei 1,95.
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