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09.11.2011 11:08

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Platin - steigende Produktionskosten könnten Preise stützen


Wer in Platin investiert ist, hat in den vergangenen Monaten zwei...

... zentrale Schlussfolgerungen ziehen können. Zum einen: Bei einem Preis von 1.900 Dollar pro Unze war der Ausgangspunkt für deutliche Korrekturen. Dort begann im Jahr 2008 eine Korrektur um 66% und dort war vor drei Monaten auch der Endpunkt der Kurserholung, die auf diesen Crash folgte.

Die zweite Erkenntnis lautet: Platin kostet plötzlich fast 150 Dollar weniger, als Gold, eine Preisdifferenz, die es seit mindestens drei Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Im Jahr 2008 war Platin in der Spitze noch 1.300 Dollar pro Unze teurer. Der Grund für die schlechte relative Entwicklung des Platins könnte in der ersten Erkenntnis zu suchen sein: Die Japaner, eine der wenigen Liebhaber von Platinschmuck, nutzten die Preiserholung bis 1.900 Dollar, um ihren Schmuck zu verkaufen. Dieses erhöhte sekundäre Angebot könnte vermutlich noch bis ins zweite Halbjahr 2012 die Platinpreise belasten, glauben Analysten.

Platininvestoren sollten jedoch nicht nur vergangene, sondern freilich auch zukünftige Entwicklungen im Blick behalten. In diesem Zusammenhang sollten Anleger die mittlerweile gestiegenen Produktionskosten und die Auswirkungen daraus auf die Preisentwicklung im Blick behalten. Impala Platinum Holdings, einer der Platinproduzenten mit den weltweit niedrigsten Produktionskosten und der zweitgrößte weltweit, könnte im nächsten Jahr eigenen Angaben zufolge 1,7 Millionen Unzen fördern, nach 1,836 Millionen Unzen in diesem Jahr. Als Grund gab Impala steigende Kosten an, nebst anderen. Analysten der Standard Bank schätzen, dass rund 30% der Produktion des fünftgrößten Platinproduzenten Aquarius Platinum gerade noch so Gewinne macht. Dabei sei Aquarius nicht einmal der Produzent mit den höchsten Kosten, betonen die Analysten. Aus diesem Grund könnte sich der jüngste Preisrückgang als nicht nachhaltig erweisen.

Produzenten könnten mit einer sinkenden Produktion auf die fallenden Platinpreise reagieren. Dies wiederum könnte die Preise stützen. James Steel, Analyst bei HSBC, geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sieht steigende Preise. "Letztendlich erwarten wir, dass die Verknappung des Angebots die kurzfristige Nachfrageschwäche überkompensieren und die Preise beflügeln wird", schreibt der Analyst in einem aktuellen Research-Kommentar.

Da auch der Preisabschlag des Platins gegenüber dem Gold mit dem hohen Pessimismus hinsichtlich Konjunkturrückgang und Staatschuldenkrise erklärt werden kann, besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass dieser Preisabschlag noch einige Monate andauern könnte.

Hebelprodukte sind besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage. Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit der Emittentin bzw. der Garantin besteht die Gefahr des Geldverlustes für den Anleger. Darüber hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt.

Vontobel ist eine international ausgerichtete Schweizer Privatbank und gehört zu den führenden Emittenten von Zertifikaten und Optionsscheinen in der Schweiz und in Europa. Langjährige Erfahrung und eine vertiefte Expertise kennzeichnen erstklassige Lösungen und einen erstklassigen Service.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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