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Gold - Neues Jahr - neue Chancen?
Seit Oktober konsolidiert der Goldpreis (in Euro) und hat in der Spitze nahezu 100 EUR pro Feinunze verloren. Die Chancen, dass ein Boden noch in diesem Jahr gebildet wird, stehen aber nicht schlecht. Im kommenden Jahr könnte das Edelmetall dann weitere Gewinne generieren. Voraussetzung ist aber, dass unser charttechnisches Szenario in den kommenden Handelstagen bestätigt wird.
Danach könnte der Kurs eine sogenannte "Zick-Zack-Korrektur" beenden. Diese Konsolidierungsmuster sind durch die Eigenart geprägt, dass beide Abwärtswellen die gleiche Länge besitzen. Unterstellt man eine solche idealtypische Bewegung, würde der Preis bei 1.280 EUR einen Wendepunkt markieren. Gleichzeitig befindet sich an dieser Marke eine Unterstützung, die sich aus dem Kursverlauf im Spätsommer ableiten lässt. An dieser Stelle entsteht daher ein doppelter Stützpunkt.
Ein Unterbieten solcher Marken ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Ein Bruch ist aber meist mit einem deutlichen Anstieg der Abwärtsdynamik verbunden. Anzeichen für einen zunehmenden Druck können wir aber nicht erkennen. Im Gegenteil: die letzte Abwärtswelle zeigt Grundzüge einer nahezu vollendeten, fünfteiligen Bewegung. Nach den Regeln der Elliott-Wellen-Theorie sollte die Korrektur damit beendet sein.
Diese Sichtweise unterstützen auch die Indikatoren, denn der Index RSI, der den zyklischen Wellenverlauf anzeigt, rangiert bereits an der Grenze zu seinem überverkauften Bereich. In der Regel warten wir hier eine positive Divergenz ab, bevor wir einen Kauf empfehlen. Im Rahmen einer solchen Divergenz markiert der Kurs ein neues Verlaufstief, während der entsprechende Extrempunkt im Indikator bereits über dem vorangegangenen liegt. Als Konsequenz erwarten wir in den kommenden Tagen also eine leichte Erholung, anschließend einen kurzen Rücksetzer. Erst dann wird vermutlich ein Wendepunkt markiert.
Fazit: Die Abwartsbewegung der letzten Wochen scheint noch nicht ganz abgeschlossen zu sein, im Chart lassen sich aber bereits Anzeichen einer bevorstehenden Bodenbildung erkennen. Mit Blick auf das Fruhjahr erwarten wir also anziehende Kurse, zumal europaische Anleger von einem steigenden USD und damit von einer gunstigen Wechselkurskonstellation ausgehen konnen.
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