New York (aktiencheck.de AG) - Abermals belastet von Sorgen vor einer schweren Rezession geht es für die Wall Street am Dienstagmorgen weiter nach unten. Der
Dow Jones Industrial Average verliert kurz nach der Eröffnungsglocke 1,82 Prozent auf 8.708,77 Punkte. Der S&P 500 fährt ein Minus von 2,04 Prozent auf 900,49 Zähler ein. Gleichzeitig ist beim
Nasdaq Composite ein Abschlag von 1,83 Prozent auf 1.587,08 Punkte auszumachen.
Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat seine Ergebnisprognosen für das zweite Quartal und das Gesamtjahr angehoben. Hintergrund ist ein höher als erwarteter Ertrag aus dem Verkauf des Kaffeegeschäfts Folgers. Die Aktie verliert aber dennoch ein halbes Prozent.
Anteilsscheine von Starbucks liegen mit gut 3 Prozent im Minus. Die Kaffeehauskette hat am Vorabend die Zahlen für das vierte Fiskalquartal veröffentlicht und dabei enttäuscht. Bei Toll Brothers schlägt ein Minus von fast 5 Prozent zu Buche. Zuvor wurde bekannt, dass der Baukonzern im abgelaufenen Quartal einen drastischen Umsatzrückgang hinnehmen musste.
Noch schlechter läuft es für Papiere von Tyco. Der Mischkonzern konnte sein Ergebnis im abgelaufenen Vierteljahr mehr als verdoppeln und die Erwartungen übertreffen. Der Ausblick hat dagegen enttäuscht. Der Wert verliert rund 13 Prozent.
Google geben über 4 Prozent ab. Die Analysten von Goldman Sachs haben das Kursziel für den Titel von 520 auf 475 Dollar gesenkt. Die Kaufempfehlung wurde allerdings beibehalten. Im Einklang mit den weiter rückläufigen Ölpreisnotierungen verlieren unter anderem Exxon Mobil 2 Prozent und Chevron 2,3 Prozent. An der NYMEX kostete ein Barrel Crude Oil zuletzt nur noch etwas über 60 Dollar.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble Co. (P&G) (ProcterGamble) meldete am Montag nach US-Börsenschluss, dass er seine Ergebnisprognosen für das zweite Quartal und das Gesamtjahr angehoben hat. Demnach rechnet der Konzern für das zweite Quartal und das laufende Geschäftsjahr nun mit einem Gewinn pro Aktie von 1,58 bis 1,63 Dollar bzw. 4,28 bis 4,38 Dollar. Analysten stellen hier ein EPS-Ergebnis von 1,47 Dollar bzw. 4,18 Dollar in Aussicht. Hintergrund der verbesserten Prognosen ist ein höher als erwarteter Ertrag aus dem Verkauf des Kaffeegeschäfts Folgers an die J.M. Smucker Co. (ISIN US8326964058/ WKN 633835).
Die amerikanische Starbucks Corp. (ISIN US8552441094/ WKN 884437) hat am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal veröffentlicht. Die Kaffeehauskette meldete dabei aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen einen drastischen Gewinnrückgang. Um Restrukturierungsaufwendungen bereinigt wurden die Prognosen nicht erreicht. Die Umsatzerwartungen wurden ebenfalls verfehlt.
Der US-Baukonzern Toll Brothers Inc. (ISIN US8894781033/ WKN 871450) meldete heute, dass er im vierten Quartal angesichts einer schwierigen, durch die Finanzkrise verschärften Situation auf den US-Häusermärkten einen Umsatzrückgang von 41 Prozent verbuchen musste. Der Auftragsbestand zum 31. Oktober 2008 sank um54 Prozent. Wie der Konzern mitteilte, rechnet er für das vierte Quartal mit Abschreibungen in Höhe von 120 bis 220 Mio. Dollar vor Steuern.
Der auf den Bermudas ansässige Mischkonzern Tyco International Ltd. (ISIN BMG9143X2082/ WKN A0MVC3) meldete heute, dass er im vierten Quartal angesichts einer starken Nachfrage nach seinen Produkten einen mehr als doppelt so hohen Gewinn wie im Vorjahr erzielt hat. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar übertroffen. Der Umsatz kletterte um 7 Prozent.
Die StatoilHydro ASA (ISIN NO0010096985/ WKN 675213), Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern, meldete heute, dass sie mit dem größten US-Erdgasproduzent Chesapeake Energy Corp. (ISIN US1651671075/ WKN 885725) ein strategisches Abkommen geschlossen hat, das die gemeinsame Exploration unkonventioneller Gasvorkommen weltweit vorsieht. Im Rahmen des Abkommens wird StatoilHydro zunächst eine 32,5 Prozent-Beteiligung am Shale Gas-Feld Marcellus (Fläche: 7.300 Quadratkilometer) von Chesapeake in der Appalachia-Region im Nordosten der USA erwerben. Dafür zahlt StatoilHydro 1,25 Mrd. Dollar in bar sowie weitere 2,13 Mrd. Dollar in anderer Form. (11.11.2008/ac/n/m)