New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street können am ersten Handelstag der Woche trotz eines weiter steigenden Ölpreises Aufschläge verzeichnen. Dabei profitieren die Märkte von den jüngsten M&A-Aktivitäten. Der Dow Jones steigt derzeit 0,43 Prozent auf 12.222,52 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,12 Prozent auf 2.788,02 Punkte zulegt. Der S&P 500 verbessert sich um 0,38 Prozent auf 1.326,12 Punkte.
Der Ölpreis kann angesichts der sich zuspitzenden Lage in Libyen derzeit um 0,3 US-Dollar auf über 104,70 US-Dollar pro Barrel anziehen. Auch der Goldpreis kann zu Beginn der neuen Handelswoche weiter zulegen. Aktuell verteuert sich der März-Kontrakt an der Terminbörse NYMEX um 4,3 US-Dollar auf 1.432,5 US-Dollar je Feinunze. Hintergrund für den Kursaufschlag bei dem als Krisenwährung geschätzten Edelmetall sind ebenfalls die Unruhen in Libyen. Am Wochenende war es Medienberichten zufolge erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Diktators Gaddafi und Regimegegnern in dem nordafrikanischen Land gekommen. Derzeit bleibt die Lage in der Krisenregion allerdings weiterhin unübersichtlich. In der vergangenen Woche hatten die Regimegegner in Libyen Medienberichten zufolge wichtige Städte unter ihre Kontrolle bringen können. Nach den erbitterten Kämpfen der vergangenen Tage scheinen die regierungstreuen Anhänger jedoch wieder einige Gebiete zurückerobert zu haben. Libyen gilt als eines der wichtigsten erdölexportierenden Länder weltweit. Marktteilnehmer beobachten die Entwicklungen vor dem Hintergrund möglicher Engpässe bei der Ölversorgung mit Sorge.
Auf der Unternehmensseite steht heute Western Digital im Blickpunkt. Der Festplattenhersteller teilte mit, dass er Hitachi Global Storage Technologies (Hitachi GST), eine vollständige Tochter des japanischen Technologiekonzerns Hitachi , für rund 4,3 Mrd. US-Dollar in Bargeld und Aktien übernehmen wird. Den Angaben zufolge zahlt Western Digital für Hitachi GST im Rahmen der Transaktion 3,5 Mrd. US-Dollar in bar und 750 Mio. US-Dollar in Form von Western Digital-Stammaktien. Nach Ausgabe der Aktien wird der Hitachi-Konzern rund 10 Prozent der Anteile an Western Digital halten. Zudem wird Hitachi nach Abschluss der Transaktion zwei Directors im Board von Western Digital stellen. Papiere von Western Digital verteuern sich zurzeit um 18 Prozent.
Daneben machen Ciena (CIENA) von sich reden. Der Technologiekonzern musste im ersten Quartal des Fiskaljahres 2011 einen höheren Verlust ausweisen. Jedoch konnten die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen werden. Indes wurde für das laufende Quartal ein enttäuschender Umsatzausblick gegeben. Anteilsscheine von Ciena verlieren kurz nach Handelsbeginn rund 5 Prozent.
Aktien von Starbucks ziehen momentan um 4,5 Prozent an. Presseangaben zufolge könnte die Kaffeehauskette in den nächsten zwölf bis 18 Monaten Akquisitionen tätigen, um ihr Consumer Products-Geschät auszubauen. Wie CEO Howard Schultz in einem Zeitungsinterview erklärte, habe man derzeit die Möglichkeit, tausende Filialen in China zu errichten. Auch in Indien sehe Starbucks gute Chancen für eine Expansion. Dabei sei man in Indien bestrebt, die ersten Geschäfte innerhalb der nächsten zwölf Monate zu eröffnen.
Darüber hinaus tendieren Anteilsscheine von Genzyme leicht fester. Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis gab heute bekannt, dass er sein Angebot für den US-Biotechnologiekonzern um zwei Wochen verlängert hat. Den Angaben zufolge hat Sanofi seine Offerte in Höhe von 74,00 US-Dollar je Aktie für die ausstehenden Genzyme-Anteile bis zum 1. April 2011 verlängert. Ursprünglich sollte das Angebot nur bis zum 16. März 2011 laufen.
Schließlich können Papiere von Nasdaq OMX (NASDAQ Stock Market) um 1,4 Prozent hinzugewinnen. Der britische Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) , der vor einigen Wochen eine Fusion mit der Toronto Stock Exchange angekündigt hat, nimmt nun Presseangaben zufolge auch den Betreiber der US-Technologiebörse NASDAQ ins Visier. Wie einem Zeitungsbericht vom Wochenende zu entnehmen ist, will die LSE jedoch zuerst ihren geplanten Zusammenschluss mit der Toronto Stock Exchange, Teil der TMX Group , zum Abschluss bringen, bevor sie das neue Ziel in den USA angeht. (07.03.2011/ac/n/m)