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15.03.2011 15:56

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Wall Street Eröffnung: Japan-Krise drückt die Märkte nach unten, Ölpreis fällt

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann sich dem Sog der Verunsicherung an den weltweiten Börsen nicht entziehen und so starten die wichtigsten Indizes trotz positiver Konjunkturdaten mit massiven Abschlägen in den Dienstaghandel. Nachdem die Märkte zunächst das verheerende Erdbeben bzw. den Tsunami in Japan zu verdauen hatten, hält nun zunehmend eine mögliche schwere atomare Katastrophe im japanischen Kraftwerk Fukushima 1 die Welt in Atem. Nach wie vor droht in mehreren Reaktoren eine Kernschmelze, wobei sich die Anzeichen für ein solches Szenario mehr und mehr verdichten. Der Nikkei 225 brach heute vor diesem Hintergrund um über 10 Prozent ein. Indes geht der Ölpreis weiter zurück und fällt wieder unter die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Der Dow Jones sinkt derzeit um 1,80 Prozent auf 11.777,57 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,93 Prozent auf 2.648,79 Punkte abgibt. Der S&P 500 verschlechtert sich um 1,82 Prozent auf 1.272,83 Punkte.

Auf der Konjunkturseite ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für März 2011 eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 17,50 Punkte, während Volkswirte nur mit einem Wert von 17,00 Zähler gerechnet hatten. Für Februar war ein unveränderter Wert von 15,43 Punkten ermittelt worden. Wie das US-Arbeitsministerium daneben mitteilte, haben sich die US-Außenhandelspreise im Februar 2011 mit vermindertem Tempo erhöht. Demnach lagen die Exportpreise bereinigt um Agrargüter um 0,9 Prozent über dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 1,0 Prozent zugelegt hatten. Ferner kletterten die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, nachdem im Januar ein Plus von 0,7 Prozent ausgewiesen worden war. Schließlich hat sich der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) im März 2011 leicht verbessert. So lag der NAHB-Index im Berichtszeitraum bei 17 Punkten, nachdem der Wert im Vormonat bei 16 Punkten gelegen hatte. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 17 Punkten erwartet. Im weiteren Handelsverlauf steht noch das Fed-Sitzungsergebnis zur Veröffentlichung an.

Papiere von Texas Instruments büßen momentan 2 Prozent ein. Der Halbleiterhersteller teilte bereits gestern Abend mit, dass im Zuge des schweren Erdbebens in Japan zwei seiner Fabriken in Japan beschädigt wurden. Demnach wurde das Werk in Miho, das knapp 40 Meilen nordwestlich von Tokio liegt, durch das Erdbeben am schwersten betroffen. Die Erdbebenschäden in einem weiteren Werk knapp 150 Meilen entfernt seien indessen weniger schlimm ausgefallen. In Zusammenhang mit den Erdbebenschäden an den genannten Standorten erwartet Texas Instruments im ersten Quartal Umsatzeinbußen sowie negative Einmaleffekte für das Konzernergebnis.

Ebenfalls gestern hat der Pharmagroßhändler AmerisourceBergen einen Führungswechsel angekündigt. Demnach hat CEO Officer R. David Yost seinen Rückzug zum 1. Juli 2011 erklärt. Als Nachfolger wurde durch das Board Steven H. Collis benannt. Collis ist bislang als President und COO des Konzerns tätig. Darüber hinaus wurde die Ergebnisprognose für 2011 bestätigt. Die Aktie von AmerisourceBergen verliert im frühen Handel 0,3 Prozent.

Quartalszahlen gab es heute bei Williams-Sonoma und Brown Shoe (Brown Shoe Company). Der Einzelhändler Williams-Sonoma konnte im vierten Quartal den Gewinn angesichts einer starken Nachfrage steigern und die Erwartungen der Analysten auf bereinigter Basis klar übertreffen. Im Anschluss kündigte der Konzern außerdem eine Erhöhung der Quartalsdividende um 13 Prozent auf 17 Cents je Aktie an. Dagegen musste der Schuhhändler Brown Shoe im vierten Quartal aufgrund eines schwachen Großhandelsgeschäfts einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Während Titel von Williams-Sonoma um über 8 Prozent vorrücken, brechen Brown Shoe kurz nach Handelsbeginn um rund 20 Prozent ein.

Daneben gab der Stahlproduzent Nucor heute seine Ergebnisprognose für das erste Quartal bekannt. Die Planung reflektiert dabei eine stärkere Nachfrage und liegt im Rahmen der Marktschätzungen. Papiere von Nucor tendieren derzeit gut 2 Prozent schwächer. Ferner hat der Rüstungskonzern Northrop Grumman die Abspaltung seiner Schiffsbau-Sparte Huntington Ingalls Industries Inc. (HII) angekündigt. Demnach soll die Konzernsparte im Rahmen eines Spin-Offs an die Aktionäre ausgegliedert werden. Das Board hatte zuvor einen entsprechenden Beschluss gefasst. Durch diesen Schritt will Northrop Grumman eigenen Angaben zufolge seine Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter fortsetzen. Der Rüstungskonzern hatte bereits im Oktober 2010 angekündigt, dass man einen Verkauf oder einen Spin-Off für die Konzernsparte in Erwägung ziehe. Anteilsscheine von Northrop Grumman geben gut 1 Prozent ab. (15.03.2011/ac/n/m)

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