New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Märkte präsentieren sich am Montag mit Abschlägen. Im Fokus stand zum Wochenauftakt besonders die Entwicklung von
Ölpreis und Zinsen. Die Schließung des größten Ölfelds in den USA durch BP wegen eines Pipeline-Lecks trieb den Ölpreis an. Zudem herrschte angesichts der morgigen Zinsentscheidung der US-Notenbank Zurückhaltung vor.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,19 Prozent bei 11.219,38 Zählern, während der S&P 500 0,28 Prozent auf 1.275,77 Zähler abgab. Der Nasdaq Composite ging mit einem Minus von 0,60 Prozent auf 2.072,50 Punkte aus dem Handel.
Im Technologiesektor standen erneut Apple-Aktien im Fokus. Einem Pressebericht zufolge gibt es weitere Unregelmäßigkeiten in Bezug auf Aktienoptionen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet hat der Computerhersteller mehreren Top-Managern Aktienoptionen gewährt, die auf Zeitpunkte jeweils kurz vor deutlichen Kurssprüngen zwischen 1997 und 2001 datiert waren. Die Aktien verloren am Ende rund 1,6 Prozent.
Deutlich abwärts ging beim Radiosender Radio One. Dieser hatte zuvor gemeldet, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als halbiert hat. Der Nettogewinn ging von 19,4 Mio. Dollar bzw. 19 Cents pro Aktie auf 8,1 Mio. Dollar bzw. 8 Cents pro Aktie zurück. Nachdem Analysten im Vorfeld von einem Gewinn von 12 Cents ausgegangen waren. Bis zum Abend verlor der Titel über 12 Prozent.
Kräftige Zugewinne von über 10 Prozent meldete dagegen der Energieversorger AES Corp. Dieser verbuchte im zweiten Quartal aufgrund höherer Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg. So lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 169 Mio. Dollar bzw. 25 Cents je Aktie, nach 85 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft wurde auf 31 Cents je Anteilsschein beziffert, während der um Sondereffekte bereinigte Gewinn bei 29 Cents je Aktie gelegen hatte. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatten dabei höhere Absatzpreise für Energie sowie ein positiver Ergebnisbeitrag aus dem Segment Alternative Energien, wobei hier insbesondere der Bereich Windenergie hervorgehobnen wurde.
Das US-Versicherungskonglomerat Berkshire Hathaway Inc. (Berkshire Hathawa a), gab heute bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 62 Prozent gestiegen ist, was mit höheren Versicherungsprämien und Investment-Einnahmen zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 2,35 Mrd. Dollar bzw. 1.522 Dollar pro Aktie, nach 1,45 Mrd. Dollar bzw. 941 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 1.331 Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm um 33 Prozent auf 24,19 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1.259 Dollar pro Aktie ausgegangen. Der Konzern verfügte Ende des Berichtszeitraums über Barmittel in Höhe von 42,07 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 42,86 Mrd. Dollar zum Ende des ersten Quartals.
Die amerikanische Drogeriemarktkette CVS Corp. (ISIN US1266501006/ WKN 859034) verbuchte im Juli aufgrund der Akquisition von insgesamt 701 Filialen der Ketten Sav-On und Osco einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtsmonat bei 3,4 Mrd. Dollar, was im Vergleich zur Vorjahresperiode (2,7 Mrd. Dollar) einem Plus von 27,5 Prozent entspricht. Die Umsätze bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserten sich im Berichtsmonat aufgrund der höheren Absatzzahlen bei Medikamenten um 9,5 Prozent.
Der Erdgasproduzent und Pipeline-Betreiber El Paso Corp. (ISIN US28336L1098/ WKN 915925) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund der deutlich gestiegenen Erdgaspreise einen kräftigen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 141 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach einem Nettoverlust von 246 Mio. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 1,17 Mrd. Dollar auf 1,21 Mrd. Dollar. Das Ergebnis des Vorjahresquartals hatte dabei unter hohen Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Wertberichtigungen gelitten. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 18 Cents sowie einen Umsatz von 1,16 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 19 Cents sowie einem Umsatz von 1,20 Mrd. Dollar.
Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA, könnte Land Rover und Jaguar Presseangaben zufolge im Zuge einer Umstrukturierung ihrer britischen Marken verkaufen. Wie die "Sunday Times" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, zieht das Senior Management des Konzerns, das von Chairman und CEO Bill Ford Jr. angeführt wird, in Betracht, die beiden Marken als Paket mehrheitlich an einen Finanzinvestor zu veräußern. Es sei jedoch nicht sicher, so die Zeitung weiter, dass Ford und Jaguar wirklich getrennte Wege gehen. Man könnte auch an der Marke festhalten, jedoch mit reduzierter Produktion und einer Konzentration auf exklusive Luxus-Sportwagen. (07.08.2006/ac/n/m)