Während die Eurokrise in den vergangenen Wochen zusehends an Schrecken verloren hat, sorgt nun die US-Staatschuldenkrise in Form der zum Jahreswechsel drohenden „Fiskalklippe“ für Unsicherheit. Ob diesbezüglich frohe oder eher Hiobsbotschaften zu erwarten sind, wird sich zeigen. Mit Blick auf Europa stehen in der kommenden Woche lediglich zwei relativ wichtige Konjunkturtermine an: die Handelsbilanz der Eurozone (Oktober) sowie ein Stimmungsindikator zur Gemütslage der europäischen Konsumenten und der Wirtschaft im Dezember. Im Vormonat wurde ein über den Erwartungen gelegener Anstieg von 84,3 auf 85,7 Punkte gemeldet. Wichtig dabei: Vor allem in großen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien gab es positive Vorzeichen zu vermelden. Nichtsdestotrotz bewegt sich der Stimmungsindex deutlich unter seinem Niveau von Jahresanfang und seinem langfristigen Durchschnittswert.
USA: Datenflut am Donnerstag
In der Woche vor Weihnachten – dem traditionellen Fest der Familie – steht der US-Immobilienmarkt im Fokus der Investoren. Neben dem NAHB-Hausmarktindex (Dienstag) und der Zahl der Baubeginne im November (Mittwoch) dürften sich die Akteure an den Finanzmärkten auch für die Verkaufszahlen bestehender US-Eigenheime (Donnerstag) stark interessieren. Eine regelrechte Flut wichtiger Konjunkturdaten muss am Donnerstag überstanden werden. So stehen neben den gewohnten wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem bereits erwähnten Immobilienmarkttermin noch zwei weitere Highlights an: die endgültigen BIP-Zahlen für das dritte Quartal sowie der Konjunkturausblick der Philadelphia Fed. Danach können sich dann die Anleger „seelisch und moralisch“ auf die handelsfreien Weihnachts-Feiertage einstimmen.
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