von Jörg Bernhard
Bei der Lufthansa-Aktie fiel die Outperformance gegenüber dem DAX mit 37 Prozentpunkten zwar besonders hoch aus, muss aber aufgrund des vorherigen Sturzflugs etwas relativiert werden. Auf lange Sicht entwickelte sich die Vorzugsaktie von VW erheblich nachhaltiger gen Norden – und das bei leicht niedrigerer Volatilität. Beide Unternehmen haben allerdings eine auffällige Gemeinsamkeit: Innerhalb Ihrer Branche gelten sie im internationalen Vergleich als extrem rentabel und fast schon als Ausnahmeerscheinung. Den Verantwortlichen bei der Lufthansa bietet sich bereits zum Wochenstart die Gelegenheit, unter den Börsianern für gute Laune zu sorgen. Am Montag werden nämlich die Verkehrszahlen für den Monat Februar veröffentlicht. Richtig aussagekräftig dürften jedoch vor allem die Umsatz- und Gewinnzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und der Ausblick für das laufende Jahr am Donnerstag werden. Mit großer Spannung dürften die Marktakteure nun auf den Ausblick des VW-Managements erwarten. Besonders interessant: Für das laufende Geschäftsjahr soll ein Wert von 23,01 Euro und 2014 sogar 26,01 Euro zu Buche schlagen und damit das KGV auf ungefähr sechs drücken.
Lufthansa: Gewinne im Steigflug
Steigende Nettogewinne kann auch Europas größte Fluggesellschaft ausweisen, wenngleich bei heftigen Ausschlägen. Glaubt man den Analystenschätzungen, könnte sich der Gewinn pro Aktie von 0,60 Euro (2012) auf 1,77 Euro (2014) fast verdreifachen. Das Geschäft der Airline erweist sich aber traditionell als extrem schwankungsanfällig. Unangenehme Überraschungen, die in der Vergangenheit das Geschäft der Lufthanseaten belastet hatten, gab es immer wieder. In diesem Zusammenhang sind neben Terroranschlägen auch Vulkanausbrüche sowie Streiks zu sehen. In den vergangenen Monaten war es hier relativ ruhig geworden.
Bildquellen: VW