27.02.2013 11:17
Bewerten
 (5)

Gold: Das Ende der Goldgräberstimmung?

X-markets-Kolumne: Gold: Das Ende der Goldgräberstimmung? | Nachricht | finanzen.net
X-markets-Produktkolumne

Nicolai Tietze

Das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Goldverkäufe einiger Großinvestoren sorgten für Spekulationen über ein mögliches Ende ...

... der Goldgräberstimmung am Edelmetallmarkt. Allerdings könnte sich die aktuelle Preisschwäche auch als eine neuerliche Einstiegschance erweisen, da die ungelösten makroökonomischen Probleme wie die Euro-Krise oder ein eventueller Währungskrieg die Investoren zurück zu Gold treiben könnten, das als ein so genannter „sicherer Hafen“ gilt.

In der vergangenen Woche verursachte die Fed mit der Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls einen deutlichen Sturz des Goldpreises unter die Marke von 1.600 US-Dollar je Feinunze. Das Protokoll offenbarte, dass einige Mitglieder des Offenmarktausschusses vor den Risiken der ultralockeren Geldpolitik warnen. Auf Anlegerseite hatte diese Diskussion sogleich Befürchtungen geweckt, dass die Fed ihre Anleihekäufe von derzeit 85 Mrd. US-Dollar im Monat zurückfahren oder sogar komplett einstellen könnte. Denn schließlich sorgte gerade die Fed mit der anhaltenden Versorgung der Finanzmärkte mit billigem Geld für höhere Inflationserwartungen und damit auch für eine größere Nachfrage nach Gold. Zugleich machte die zuletzt abnehmende Investmentnachfrage nach dem Edelmetall dem Goldpreis zu schaffen.

Wie der World Gold Council Mitte Februar mitteilte, gingen die weltweiten Investments in Gold (Barren, Münzen und börsengehandelte Produkte) im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,3 Prozent auf 424,7 Tonnen zurück. Ebenfalls negativ für die jüngste Entwicklung des Goldpreises war, dass große Investoren wie George Soros oder Louis Bacon ihre Gold-Positionen im vierten Quartal 2012 stark abgebaut haben. Während Soros Fund Management laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC seine Beteiligung am Gold-ETF SPDR Gold Trust um mehr als die Hälfte zurückfuhr, verkaufte Louis Bacons Moore Capital Management seine gesamte Beteiligung an dem ETF.

Zwar musste der Goldpreis zuletzt unter den Spekulationen über ein Ende der lockeren Geldpolitik der Fed und dem Rückzug einiger Großinvestoren aus ihren Goldpositionen leiden, allerdings sind die Risiken immer noch vorhanden, die ein weiteres Eingreifen der Notenbanken notwendig machen würden. Mit den jüngsten Hochrechnungen der Parlamentswahlen in Italien, der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche in Spanien und der Bankenkrise in Zypern sind aktuell einige Unsicherheiten entstanden oder größer geworden, die für einen erneuten Ausbruch der Euro-Krise sorgen könnten. In einem solchen Fall müsste EZB-Chef Mario Draghi darüber nachdenken, sein Versprechen wahrzumachen und tatsächlich Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder in unbegrenztem Umfang aufzukaufen. Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, könnten die Inflationserwartungen einmal mehr die Goldnachfrage beflügeln.

Neben einer möglichen Verschärfung der Euro-Krise haben insbesondere die jüngsten Ankündigungen der japanischen Regierung, den Yen stark abwerten zu wollen, zu Spekulationen über einen möglichen Währungskrieg ausgelöst. Sollten die Notenbanken tatsächlich eine Abwertungsspirale in Gang setzen, könnten Gold und andere Edelmetalle von einer Schwächung der Papier-Währungen profitieren. Um sich unabhängiger von den wichtigsten Papier-Währungen zu machen sind insbesondre die Notenbanken von Schwellenländern wie China oder Russland dazu übergegangen ihre Goldreserven aufzustocken. Damit könnte sich gerade die aktuelle Schwäche beim Goldpreis möglicherweise als eine neuerliche Einstiegschance für Investoren erweisen.

Spekulative Anleger, die auf einen steigenden Goldpreis setzen möchten, erhalten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX12Q1; Hebel 3,71; Knock-Out-Schwelle bei 1.195,60 US-Dollar) die Gelegenheit dazu. Spekulative Anleger, die jedoch einen fallenden Goldpreis erwarten, könnten mit dem Wave-XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX12TG; Hebel 3,69; Knock-Out-Schwelle bei 1.961,85 US-Dollar) auf ein solches Szenario setzen.

Stand: 25.02.2013

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Nachrichten zu Goldpreis

  • Relevant2
  • Alle7
  • ?
Gold und Rohöl
Gold bleibt weiterhin gefragt und schickt sich an, den vierten Wochengewinn in Folge zu erzielen. Bislang beläuft sich das Plus auf 1,7 Prozent und "kratzt" sogar an der 200-Tage-Linie.
07:54 Uhr
23.02.17
23.02.17
The 'Trumped Up, Trickle Down' Argument for Gold (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
23.02.17
Gold Ticks Higher as Stocks Pull Back (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
22.02.17
Gold Ticks Up Before Fed Minutes (EN, The Wall Street Journal Deutschland)

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.256,887,58
0,61%
Kupferpreis5.887,4461,73
1,05%
Ölpreis (WTI)54,10-0,28
-0,51%
Silber18,350,16
0,87%
Super Benzin1,35-0,01
-0,44%
Weizen172,250,00
0,00%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren47,81
+0,4
5g Goldbarren209,09
+0,4
10g Goldbarren406,34
+0,5
1 Uz Goldbarren1.226,74
+0,5
Krügerrand1.235,46
+0,5
Maple Leaf1.235,46
+0,5
American Eagle1.244,58
+0,5
Zum Edelmetallshop

Diamanten zur Wertanlage

  • 2 Karäter
  • 1 Karäter
  • 3/4 Karäter
  • 1/2 Karäter
  • 1/3 Karäter
1,01-1,03 ctD21.069,34
0,00
1,01-1,03 ctE15.494,94
0,00
1,01-1,03 ctF12.991,18
0,00
1,01-1,03 ctG11.054,32
0,00
1,01-1,03 ctH9.400,89
0,00

Heute im Fokus

DAX tief im Minus -- Dow leichter -- BASF steigert Quartalsergebnis deutlich -- Nordex-Aktie stürzt weiter ab -- Kinnevik begründet Rocket Internet-Anteilsverkauf mit Interessenkonflikt

Kurseinbruch bei NVIDIA-Aktie: Ist die Erfolgsstory jetzt zu Ende ProSiebenSat.1 fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Warum die Deutschen einfach keine Lust auf Aktien haben. Samsung zieht Konsequenzen aus Korruptionsskandal. Die Deutschen wollen das Bedingungslose Grundeinkommen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
TeslaA1CX3T
BayerBAY001
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
Kohl`s Corp.884195
Allianz840400
BMW AG519000
E.ON SEENAG99
Rocket Internet SEA12UKK