21.11.2012 10:28
Bewerten
 (0)

Öl: Krise im Nahen Osten sorgt für Aufwärtspotenzial?

Xmarkets-Produktkolumne

Nicolai Tietze
Nachdem in den vergangenen Wochen vor allem noch die trüben globalen konjunkturaussichten für einen Preisverfall beim Öl, als am wichtigsten geltender „Schmierstoff“ der ...
... Weltwirtschaft, gesorgt hatten, sind es derzeit ganz besonders die Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Lage im Nahen Osten, die beim Ölpreis wieder für einen Preisanstieg sorgen könnten.

Die internationalen Notenbanken, allen voran die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Federal Reserve sorgten mit ihren jüngsten Programmen zum Anleihenkauf sowohl an den Aktienmärkten als auch beim Ölpreis für eine Sommer-Rallye. Doch seit Anfang September waren es hauptsächlich die Sorgen vor einer weiteren Eintrübung der Weltwirtschaft, die für fallende Notierungen sowohl beim Öl der Nordseesorte Brent als auch bei der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) gesorgt haben.

Nach der US-Präsidentschaftswahl und den gleichzeitig abgehaltenen Kongresswahlen wurde die Angst der Anleger vor einer Rezession in der größten Volkswirtschaft der Welt verstärkt. Indem die Republikaner ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus behalten konnten und die Demokraten weiterhin die Mehrheit im US-Senat innehaben, wurde die Patt-Situation zwischen den Parteien in Washington bestätigt. Diese erschwert allerdings eine Kompromissfindung für das notwendig gewordene Sparpaket und die Verringerung des US-Haushaltsdefizits: Sollten die Demokraten und Republikaner bis zum Jahresende zu keiner gemeinsamen Lösung finden, setzen automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen ein, die die USA und damit letztlich auch die gesamte Weltwirtschaft höchstwahrscheinlich in die Rezession stürzen könnten.

Dagegen steckt schon die Eurozone (nun auch) offiziell erstmals seit drei Jahren in einer Rezession. Laut jüngsten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat schrumpfte die Wirtschaftsleistung in den 17 Euroländern im dritten Quartal gegenüber den drei Monaten zuvor um 0,1 Prozent. Nach dem Minus von 0,2 Prozent im zweiten Quartal, wurde somit der zweite Quartalsrückgang in Folge verbucht - in einem solchen Fall sprechen Ökonomen von einer Rezession. Neben der schwachen Entwicklung der Wirtschaft in der Eurozone, werden die zukünftigen Konjunkturaussichten durch die anhaltende Diskussion zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU-Kommission und der EZB über weitere Griechenland-Hilfen belastet. Ein Faktor, der gegen einen Ölpreis-Anstieg spricht.

Neben der Konjunkturentwicklung war aber der Ölpreis in der Vergangenheit auch immer sehr stark von der Weltpolitik und ganz besonders von der Entwicklung im Nahen Osten abhängig. In diesen Tagen wieder. Derzeit achten die Investoren an den Rohstoffmärkten darauf, ob es zu einer weiteren Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen regierenden Hamas kommen könnte. Es bleibt zu hoffen, dass die verschiedenen Vermittlungsversuche aus Ägypten oder durch die UNO zu einer Deeskalation der Situation beitragen können. Sollte dies nicht gelingen, hätte dies neben den verheerenden Auswirkungen auf die dortigen Bevölkerungen, auch Auswirkungen auf die weltweiten Rohstoffmärkte und würde womöglich für einen Preisanstieg beim Rohöl sorgen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Ölsorte Brent Crude erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE3T55; Hebel 2,72; Knock-Out-Schwelle bei 72,35 US-Dollar) auf ein solches Szenario setzen. Spekulative, aber eher short-orientierte Anleger könnten dagegen mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE9RA0; Hebel 2,83; Knock-Out-Schwelle bei 144,95 US-Dollar) auf einen fallenden Ölpreis setzen.

Stand: 19.11.2012

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Nachrichten zu Ölpreis

  • Relevant
  • Alle
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.333,7597,45
7,88
Kupferpreis4.663,0054,55
1,16
Ölpreis (WTI)47,87-1,87
-3,76
Silber17,510,21
1,18
Super Benzin1,32-0,00
-0,23
Weizen160,251,25
0,79

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Diamanten zur Wertanlage

  • 2 Karäter
  • 1 Karäter
  • 3/4 Karäter
  • 1/2 Karäter
  • 1/3 Karäter
1,01-1,03 ctD22.702,27
-0,09
1,01-1,03 ctE15.507,91
-0,09
1,01-1,03 ctF12.817,33
-0,09
1,01-1,03 ctG10.867,49
-0,09
1,01-1,03 ctH9.398,60
-0,09

Heute im Fokus

Nach Brexit-Entscheid: DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- US-Börsen massiv im Minus -- Briten stimmen für EU-Ausstieg -- Staatsanwaltschaft durchsucht Zentrale von thyssenkrupp

Erneut Warnstreiks bei Amazon in Leipzig. Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbeitern Gehaltsverzicht. Deutsche Post verliert Finanzvorstand Rosen. Aktiencrash hat offenbar fünf Billionen Dollar vernichtet. Brexit Step-by-step: So geht's für die Briten jetzt weiter.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Umfrage

Am Donnerstag, den 23. Juni blicken die Anleger mit Spannung auf das EU-Referendum der Briten. Welchen Ausgang erwarten Sie?