19.12.2012 10:17
Bewerten
 (3)

Silber: Hoffen auf die Industrienachfrage!

X-markets-Kolumne: Silber: Hoffen auf die Industrienachfrage! | Nachricht | finanzen.net
Xmarkets-Produktkolumne

Nicolai Tietze

Obwohl die Industrienachfrage nach Silber durch die Euro-Krise und die weltweit schwächelnde Konjunktur belastet wurde, konnte das weiße Edelmetall im bisherigen Jahresverlauf an Wert zulegen.

Ob ein ähnlicher Wertzuwachs auch im kommenden Jahr bewerkstelligt werden kann, dürfte sich nicht zuletzt auch am Erfolg der lockeren Notenbankpolitik entscheiden, die Konjunktur wiederzubeleben.

Der Silberpreis ist in der Regel deutlich höheren Schwankungen unterworfen, als dies beim Kurs des „großen Bruders“ Gold der Fall ist. Dabei wird die höhere Volatilität häufig durch die starke Abhängigkeit des Silberpreises von der Industrienachfrage nach dem Edelmetall ausgelöst. Das auf Edelmetalle spezialisierte Research-Unternehmen Thomson Reuters GFMS hat bei seiner vorläufigen Analyse des Silbermarktes für das Jahr 2012 errechnet, dass allein 43 Prozent der Silbernachfrage aus der Industrie stammen. Trotz der höheren Schwankungsbreite, konnten sich die Silberinvestoren seit Jahresbeginn über eine deutlich bessere Entwicklung gegenüber dem Goldkurs freuen. Während sich Silber um etwas mehr als 15 Prozent verteuerte, steht für den „großen Bruder“ lediglich ein Wertzuwachs von etwa 8 Prozent zu Buche.

In diesem Jahr wurden die Edelmetallpreise insbesondere von der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Notenbanken angetrieben. Dabei konnte neben Gold auch Silber von den höheren Inflationserwartungen der Anleger profitieren und sich einer höheren Beliebtheit als ein so genanntes Sicherheitsinvestment erfreuen. Laut vorläufigen Berechnungen von Thomson Reuters GFMS dürfte die Investment-Nachfrage nach Silber von 26 Prozent im Vorjahr auf nun 30 Prozent angestiegen sein. Dagegen verhinderte die weltweit schwächelnde Konjunktur eine stärkere Silbernachfrage und damit auch einen höheren Silberpreis. Insbesondere die europäische Staatsschuldenkrise gilt hierbei als eine große Bremse. Somit wird für das Gesamtjahr 2012 ein Rückgang bei der Silbernachfrage um 6 Prozent erwartet.

Auch im kommenden Jahr dürften die Silberinvestoren gespannt auf die weltweite Konjunktur schauen. Dabei scheinen im Moment vor allem die Anleger an den Aktienmärkten überzeugt zu sein, dass der US-Haushaltsstreit gelöst, verschoben oder zumindest abgemildert wird, so dass die automatischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen nicht greifen und somit auch nicht die befürchtete Rezession in der größten Volkswirtschaft der Welt ausgelöst wird. Gleichzeitig lassen verschiedene Maßnahmen der europäischen Politik wie die gewährten Hilfen für das Euro-Krisenland Griechenland oder die jüngste Einigung auf eine gemeinsame Bankenaufsicht in der gemeinsamen Währungszone hoffen, dass eine allmähliche Entspannung in der Euro-Krise einsetzen könnte.

Stützung dürfte die Konjunktur einmal mehr durch die internationalen Notenbanken erfahren. Während die EZB den Leitzins niedrig halten dürfte, hat sie zudem angekündigt, Staatsanleihen kriselnder Euroländer bei Bedarf in unbegrenztem Umfang aufzukaufen. Zudem dürfte die chinesische Zentralbank versucht sein, der neuen Zentralregierung einen guten Start zu ermöglichen und zu diesem Zweck die Geldschleusen für Konjunkturprogramme zu öffnen. Außerdem hat die US-Notenbank Federal Reserve bei der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 12. Dezember bekannt gegeben, dass sie ab Januar monatlich für 45 Mrd. Dollar Staatsanleihen kaufen will. Zusätzlich setzt sie den im Herbst begonnen Kauf bestimmter Immobilienpapiere in einem Volumen von 40 Mrd. Dollar pro Monat fort.

Spekulative Anleger, die auf steigende Silberpreise setzen möchten, könnten mit einem Faktor-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DX4XAG) und damit mit einem festen Faktor von 4 dieses Szenario traden. Wer aber als spekulativer Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, kann mit einem Faktor-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DX4SLV), ebenfalls mit einem festen Faktor von 4 auf ein solches Szenario setzen.

Stand: 17.12.2012

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Nachrichten zu Silber

  • Relevant
  • Alle
  • ?
Silber und Rohöl
Laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC sind große Terminspekulanten wieder deutlich optimistischer geworden und haben dem Silberpreis in Richtung 17 Dollar verholfen.
03.01.17
Gold, Silver Start 2017 With Gains (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
02.01.17
China Infrastructure Is No Silver Bullet for Commodities (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
30.12.16
Gold Gains 8.5% In 2016, Silver Up 15.7% (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
27.12.16
Gold, Silver End Higher Amid Inflation Hopes (EN, The Wall Street Journal Deutschland)

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.207,08-5,68
-0,47%
Kupferpreis5.896,2630,86
0,52%
Ölpreis (WTI)52,45-0,02
-0,04%
Silber16,87-0,12
-0,71%
Super Benzin1,360,00
0,29%
Weizen169,50-0,25
-0,15%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren46,06
-0,1
5g Goldbarren200,31
-0,1
10g Goldbarren388,94
-0,1
1 Uz Goldbarren1.173,46
-0,2
Krügerrand1.183,20
-0,1
Maple Leaf1.183,20
-0,1
American Eagle1.193,34
-0,1
Zum Edelmetallshop

Diamanten zur Wertanlage

  • 2 Karäter
  • 1 Karäter
  • 3/4 Karäter
  • 1/2 Karäter
  • 1/3 Karäter
1,01-1,03 ctD20.948,80
-0,42
1,01-1,03 ctE15.406,29
-0,42
1,01-1,03 ctF12.916,86
-0,42
1,01-1,03 ctG10.991,08
-0,42
1,01-1,03 ctH9.347,11
-0,42

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Wall Street im Feiertag -- Neue Dokumente belasten Winterkorn im VW-Abgasskandal -- Trump droht deutschen Autobauern mit hohen Strafzöllen -- Samsung, HUGO BOSS im Fokus

IWF hebt Wachstumsprognose für China an - Schwellenländer im Trump-Fokus. Schäuble sieht Griechenland-Programm ohne Beteiligung des IWF am Ende. So viel kostet es Neukunden jetzt, ihren Tesla aufzuladen. Oxfam: Buffett, Gates, Bezos und Co. besitzen so viel wie gesamte ärmere Hälfte der Menschheit.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG 710000
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
E.ON SE ENAG99
BMW AG 519000
Commerzbank CBK100
BASF BASF11
Apple Inc. 865985
Allianz 840400
HUGO BOSS AG A1PHFF
Deutsche Telekom AG 555750
Nordex AG A0D655
Bayer BAY001
Siemens AG 723610
Deutsche Lufthansa AG 823212