07.11.2012 09:27
Bewerten
 (0)

Silber: Warten auf die Konjunkturerholung?

Xmarkets-Produktkolumne

Nicolai Tietze
Nach einer beeindruckenden Preisrallye im Zuge der Anleihekaufprogramme der weltweiten Notenbanken, ist die Silbernotierung zuletzt wieder unter Druck geraten.
In wie fern eine Rückkehr zum Aufwärtstrend gelingen kann, könnte sich zu einem großen Teil an den wirtschaftlichen Aussichten für die beiden größten Volkswirtschaften der Welt entscheiden. Die Gefahren lauern wie so häufig in der Vergangenheit in Europa.

Die jüngsten Maßnahmen der weltweit wichtigsten Notenbanken zur Stützung der Wirtschaft haben die Inflationserwartungen bei den Marktteilnehmern ansteigen lassen. Dabei ist vor allem in Deutschland die Sorge sehr groß, dass die anhaltende Flutung der Finanzmärkte mit Liquidität zu Kaufkraftverlust und einer Geldentwertung führen könnte. Um sich auf die erhöhten Inflationssorgen einzustellen, versuchen viele Anleger ihr Vermögen mit der Flucht in so genannte „sichere Häfen“ zu retten. Dazu zählten zuletzt ganz besonders die Edelmetalle Gold und sein „kleiner Bruder“ Silber. Doch nach einem rasanten Anstieg des Silberpreises im August und September, haben sich jüngst einige Überhitzungstendenzen gezeigt, weshalb die Silbernotierung aktuell offenbar eine Korrektur durchlebt:

Zwar könnte die lockere Geldpolitik der Notenbanken erneut zu steigenden Edelmetallpreisen führen, jedoch ist gerade der Silberpreis in einem großen Maß von der Konjunktur abhängig, da es sehr starke Verwendung in der Industrie findet. Allerdings sorgt die ungelöste Schuldenproblematik in Europa dafür, dass nicht nur die Euroland-Konjunktur schwächelt, sondern anhaltende Abwärtsrisiken für die gesamte Weltwirtschaft lauern. Sollte es erneut zu einer Verschärfung der Euro-Krise kommen, könnte die weltweite Konjunktur und damit auch die Industrienachfrage nach Silber in Mitleidenschaft gezogen werden.

In Europa scheinen die bisherigen Maßnahmen gegen die Krise weiterhin die Konjunktur zu belasten. Wie das Forschungsunternehmen Markit am 2. November bekannt gab, sank der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Euroraum im Oktober von 46,1 Punkten im Vormonat auf 45,4 Punkte und befindet sich seit nunmehr neun Monaten unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Gleichzeitig sorgen die seit Wochen anhaltenden Verhandlungen zwischen Griechenland und der sogenannten Troika aus EU, EZB und IWF über die Bedingungen für die Auszahlung einer neuen Hilfstranche in Höhe von 31,5 Mrd. Euro für die Gefahr einer Verschärfung der Krise.

Auf der anderen Seite gibt es auch einige Hoffnungsschimmer, die zumindest in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt für ein erneut anziehendes Wirtschaftswachstum sprechen könnten. Dabei haben sich beispielsweise die US-Arbeitsmarktdaten im Oktober überraschend positiv entwickelt. Laut Zahlen des US-Arbeitsministeriums haben die US-Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft im Oktober 171.000 neue Stellen geschaffen. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich mit 125.000 zusätzlichen Jobs gerechnet. Einen Wermutstropfen gab es aber dann doch noch, denn die Arbeitslosenquote stieg von 7,8 auf 7,9 Prozent.

Daneben lassen einige Daten aus China hoffen, dass das dortige Wirtschaftswachstum wieder etwas an Tempo gewinnen könnte. Laut Zahlen des Statistikamtes wuchs die Wirtschaft zwischen Juli und September im Vergleich zum zweiten Quartal überraschend stark um 2,2 Prozent. Außerdem beschleunigte sich im September das monatliche Wachstum der Industrieproduktion auf 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, höher als das 38-Monatstief von 8,9 Prozent im August. Außerdem schnellte das Wachstum der Einzelhandelsumsätze von Verbrauchsgütern auf ein Sechsmonatshoch von 14,2 Prozent im Vergleich zu 13,2 Prozent im August.

Spekulative Anleger, die einen steigenden Silberpreis erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX12UE) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,71, die Knock-Out-Schwelle bei 20,65 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX12WP, aktueller Hebel 2,57; Knock-Out-Schwelle bei 40,80 US-Dollar) auf einen fallenden Silberpreis setzen.

Stand: 05.11.2012

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Nachrichten zu Silber

  • Relevant
  • Alle1
  • ?
Nach Brexit-Schock
Eine erste Erholung an den Finanzmärkten nach dem Brexit-Schock hat den Silberpreis am Mittwoch auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren getrieben.
24.06.16
'No Silver Lining' For Visa, MasterCard From Brexit (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
16.06.16
Silver Airways, American Begin Selling Tickets to Cuba (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
08.06.16
31.05.16
Judge Raps Dell on Buyout (EN, The Wall Street Journal Deutschland)

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.316,18-12,53
-0,94
Kupferpreis4.809,10110,80
2,36
Ölpreis (WTI)49,501,98
4,17
Silber18,23-0,06
-0,34
Super Benzin1,31-0,01
-0,61
Weizen157,00-2,75
-1,72

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren47,72
-0,4
5g Goldbarren207,76
-0,4
10g Goldbarren403,18
-0,4
1 Uz Goldbarren1.218,40
-0,4
Krügerrand1.230,57
-0,4
Maple Leaf1.230,57
-0,4
American Eagle1.240,75
-0,4
Zum Edelmetallshop

Diamanten zur Wertanlage

  • 2 Karäter
  • 1 Karäter
  • 3/4 Karäter
  • 1/2 Karäter
  • 1/3 Karäter
1,01-1,03 ctD22.698,18
0,02
1,01-1,03 ctE15.505,12
0,02
1,01-1,03 ctF12.815,03
0,02
1,01-1,03 ctG10.865,54
0,02
1,01-1,03 ctH9.396,91
0,02

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- Dow sehr fest -- Sägt Google mit neuem Produkt an Apples Thron? -- Ökonomen senken wegen Brexit deutsche Wachstumsprognosen -- Nike erhält weniger Bestellungen -- KUKA im Fokus

Wirecard steigt mit Zukauf in US-Markt ein. EU-27 beschließen nach Brexit "Nachdenkphase" bis September. EZB-Vizepräsident: Weitere Lockerung nur noch begrenzt möglich. Monsanto mit überraschend deutlichem Umsatz- und Gewinnrückgang. Bei adidas ist die Luft raus nach bisher starkem Jahr.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
So hoch sind die Bundesländer verschuldet
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?