10.07.2017 19:10
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Öl: Die nächste Trendwende

Anlegerbrief-Kolumne: Öl: Die nächste Trendwende | Nachricht | finanzen.net
Anlegerbrief-Kolumne
Holger Steffen
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Die Gefahr eines erneuten Ölpreisabsturzes ist gesunken, in den USA zeichnet sich eine neuerliche Trendwende in der Produktionsentwicklung ab.

Eine Kolumne von Holger Steffen. Der Nebenwerte-Spezialist und Chefredakteur vom Anlegerbrief erwirtschaftet mit seinem Muster­depot seit 1999 eine Rendite von im Schnitt 16,8% pro Jahr.

Der erneute kräftige Verfall des Ölpreises im Juni hatte am Kapitalmarkt die Sorgen wieder aufflammen lassen, dass der Rohstoffsektor vor einer neuen Krise steht, die auch als Indiz für eine zu geringe Dynamik der Weltwirtschaft gewertet werden könnte. Wir sehen hingegen eher ein Problem auf der Angebotsseite und hatten in unserer letzten Analyse die Meinung vertreten, dass die Marktpreise für erneute Anpassungen der Produktion sorgen könnten. Die jüngsten Marktdaten bestätigen diese These.

Traditionelle Interpretation passt nur noch eingeschränkt

Trotz des Vormarsches Erneuerbarer Energien bleibt Öl vorerst der Schmierstoff der Weltwirtschaft. Wenn der Preis niedrig ist, legt das die Vermutung nahe, dass die globale Nachfrage aus konjunkturellen Gründen zu gering ausfällt. Nicht umsonst gingen in der Vergangenheit Niedrigpreisphasen am Ölmarkt in der Regel mit rezessiven Tendenzen einher. Doch der Zusammenhang passt so nicht mehr, denn der Produktionsboom in den USA hat die Marktstruktur verändert, das hohe Frackingpotenzial in Übersee hat das Marktgleichgewicht auf der Preisachse deutlich nach unten verschoben.

Preisrückgang zeigt Wirkung

Trotz aller Bemühungen der OPEC um eine Angebotsregulierung wird daher aktuell besonders die Entwicklung in den USA mit Argusaugen beobachtet. Schon 2015/16 hatte der Ölpreisverfall für eine deutliche Reduktion der Bohraktivitäten geführt. Nachdem Öl vom Zwischenhoch Anfang 2017 in der Spitze schon wieder ein Viertel seines Wertes verloren hat, zeichnen sich nun erneute Anpassungsmaßnahmen hat. Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Zahl der Ölbohrlöcher in den USA seit Mai 2016 wurde in der letzten Woche erstmals wieder ein Rückgang vermeldet. Passend dazu gab es auch zumindest eine vorläufige Trendwende bei der wöchentlichen Produktion, die sich nach einer kräftigen Erholung nun um 100 Tsd. Barrel auf 9,25 Mio. Barrel pro Tag reduziert hat.

Fazit zu Öl

Wir werten das als gute Nachricht, die Angebotsseite in den USA ist flexibel und die Anpassung erfolgt zügig. Die Chancen steigen, dass sich Öl vorerst im Korridor zwischen 40 und 60 US-Dollar stabilisiert, was für die Weltwirtschaft ein günstiges Szenario darstellt.

Welche Aktien gehören in jedes Depot? Lesen Sie jetzt jede Woche den Investment-Tipp von Holger Steffen (kostenlos)! Der Nebenwerte-Spezialist und Chefredakteur des Anlegerbriefs erwirtschaftet mit seinem Muster­depot seit 1999 eine Rendite von im Schnitt 16,8% pro Jahr.

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Hinweis zu möglichen Interessenkonflikten bei der obigen Finanzanalyse (§34b WpHG): - Der Autor oder ein Mitautor hält direkt oder indirekt folgende in diesem Artikel analysierte Aktien: - (keine). - Der "Anlegerbrief" hält folgende in diesem Artikel analysierte Aktien in seinen Modellportfolios: - (keine) - In einem Zertifikat auf den Value-Stars-Deutschland-Index (ISIN DE000LS8VSD9), für den die Anlegerbrief Research GmbH ein entgeltliches Beratungsmandat hat, sind der folgende in diesem Artikel analysierte Aktien enthalten: - (keine).

"Der Anlegerbrief" ist der Börsenbrief für chancen-orientierte Anleger. Seit dem Jahr 1999 erzielen die Analysten des Anlegerbriefs für ihre Leser eine außergewöhnliche Performance. Weitere Infos zum Anlegerbrief ...

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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