18.09.2017 08:10
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Öl: Neues Jahreshoch scheint möglich

Anlegerbrief-Kolumne: Öl: Neues Jahreshoch scheint möglich | Nachricht | finanzen.net
Anlegerbrief-Kolumne
Holger Steffen
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Öl hat in den letzten Wochen ein kräftiges Comeback geschafft. Die Phase eines großen Überangebots neigt sich dem Ende zu.

Eine Kolumne von Holger Steffen. Der Nebenwerte-Spezialist und Chefredakteur vom Anlegerbrief erwirtschaftet mit seinem Muster­depot seit 1999 eine Rendite von im Schnitt 16,8% pro Jahr.

Der Preisanstieg von Rohöl seit Anfang 2016 hat die US-Pro¬duk¬tion stimuliert und die Bemühungen um eine Angebotsreduktion seitens der OPEC zunächst konterkariert. Doch im laufenden Jahr ist die Preiserholung ins Stocken geraten, was sich mittlerweile auch in den Outputdaten in Übersee niederschlägt. Da das Ölkartell zudem recht diszipliniert agiert und sich auch die Nachfrage robust entwickelt, scheint ein baldiger Preisschub möglich. Doch kann dieser nachhaltig ausfallen?

OPEC will diszipliniert bleiben

Vier Monate in Folge war die Produktion der OPEC zuletzt gestiegen, was auch daran lag, dass zwei Mitglieder ohne vereinbarte Fördergrenze, Libyen und Nigeria, den Output ausgeweitet haben. Im August nun ist dem Ölkartell im Bemühen um eine Produktionsbegrenzung ein Achtungserfolg gelungen, mit 32,8 Mio. Barrel pro Tag (b/d) reduzierte sich die Förderung gegenüber dem Vormonat um 79 Tsd. b/d. Zugleich hat die OPEC die Prognose für die globale Ölnachfrage in 2017 und 2018 leicht angehoben. Noch immer bewegen sich aber die Öllagerbestände in den OECD-Staaten über dem Fünfjahresdurchschnitt, weswegen sich Saudi-Arabien um eine Verlängerung der bis März 2018 vereinbarten Förderkürzung bemüht.

Tauziehen zwischen Europa und den USA

Entscheidend für die Erfolgschancen der Bemühungen ist dabei insbesondere die Entwicklung der Produktion in den USA. Die deutliche Ölpreiserholung bis Anfang 2017 hatte wieder zu einem kräftigen Anstieg der Zahl der aktiven Bohrlöcher geführt, der Bruch des Aufwärtstrends bei der Notierung leitete zuletzt aber eine Plateaubildung ein. Im Juni lag die US-Rohölproduktion mit 9,09 Mio. b/d zwar noch 4,5 % über dem Vorjahreswert, aber 0,8 % unter dem Niveau aus dem Vormonat. Hurricane Harvey dürfte aktuell für einen weiteren - allerdings temporären - Rückgang sorgen.

Fazit zu Öl

Der Ölmarkt nähert sich einem Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Weiter offen ist, welches Förderpotenzial in den USA noch besteht, falls sich der Preis wieder dauerhaft über 50 US-Dollar etabliert. Die jüngste Entwicklung deutet an, dass die Ölnotierung nach unten gut abgesichert ist und ein Anstieg auf ein neues Jahreshoch nach einer längeren Seitwärtsphase durchaus möglich scheint. Dann würde sich zeigen, ob die US-Aktivitäten wieder anziehen.

Welche Aktien gehören in jedes Depot? Lesen Sie jetzt jede Woche den Investment-Tipp von Holger Steffen (kostenlos)! Der Nebenwerte-Spezialist und Chefredakteur des Anlegerbriefs erwirtschaftet mit seinem Muster­depot seit 1999 eine Rendite von im Schnitt 16,8% pro Jahr.

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Hinweis zu möglichen Interessenkonflikten bei der obigen Finanzanalyse (§34b WpHG):

- Der Autor oder ein Mitautor hält direkt oder indirekt folgende in diesem Artikel analysierte Aktien: - (keine).
- Der "Anlegerbrief" hält folgende in diesem Artikel analysierte Aktien in seinen Modellportfolios: - (keine)
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