10.08.2017 11:10
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Gold weiter als sicherer Hafen gefragt, Silber steigt überproportional, Öl-Lagerabbau in den USA setzt sich fort

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Der Brentölpreis steigt auf 53 USD je Barrel, den höchsten Stand seit der OPEC-Sitzung Ende Mai. WTI nähert sich wieder der Marke von 50 USD je Barrel. Die Ölpreise profitieren vom erneut kräftigen Rückgang der US-Rohöllagerbestände, der die These eines sich rasch abbauenden Überangebotes auf dem Ölmarkt untermauert. Die USRohöllagerbestände sind in der letzten Woche laut US-Energieministerium um 6,5 Mio. Barrel gefallen. In den letzten sechs Wochen summiert sich der Lagerabbau auf knapp 34 Mio. Barrel, seit Ende März auf 60 Mio. Barrel. Damit wurde der kräftige Lageraufbau des ersten Quartals wieder rückgängig gemacht. Die Bestände liegen inzwischen auf dem niedrigsten Niveau seit Oktober 2016, was bei der OPEC mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden dürfte. Die OPEC selbst hat daran bislang aber nur einen geringen Anteil. Ausschlaggebend für den erneut kräftigen Lagerabbau waren neben deutlich gesunkenen (Netto-)Importen eine rekordhohe Rohölverarbeitung. Letztere führte allerdings dazu, dass die US-Benzinbestände um 3,4 Mio. Barrel stiegen. Selbst eine nahezu rekordhohe Benzinnachfrage konnte den ersten Lageraufbau bei Benzin seit acht Wochen nicht verhindern. Die US-Rohölproduktion ging leicht zurück, was auf eine nochmals gesunkene Produktion in Alaska zurückzuführen war. Außerhalb Alaskas ist die Ölproduktion weiter gestiegen. Heute veröffentlicht die OPEC ihren aktuellen Monatsbericht. Von Interesse ist hier insbesondere die Umsetzung der Produktionskürzungen im Juli, nachdem Umfragen von Reuters und Bloomberg in der letzten Woche einen deutlichen Rückgang zeigten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0UL0 Long WTI-Öl Future Faktor: 15
CV0UL1 Short WTI-Öl Future Faktor: -15

Der Goldpreis profitiert vom anhaltenden verbalen Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea und steigt heute Morgen trotz eines fester tendierenden US-Dollar auf 1.280 USD je Feinunze. So hoch notierte Gold zuletzt vor fast zwei Monaten. Auch in Euro gerechnet verteuert sich Gold weiter auf 1.090 EUR je Feinunze. Schon gestern legte Gold um 1,3% zu. Die Käufe dürften zum Großteil über den Futures-Markt erfolgen, da es derzeit kaum ETF-Zuflüsse gibt. Auch das charttechnische Bild gibt Gold Unterstützung: Vorgestern hat die wichtige 100-Tage-Linie gehalten, was offenbar zu technisch bedingten Anschlusskäufen genutzt wurde. Die Aufwärtsbewegung könnte allerdings gebremst werden, sollte der US-Dollar weiter Boden gut machen. So hält zum Beispiel der einflussreiche Präsident der New York Fed, Bill Dudley, heute eine Rede, die den US-Dollar unterstützen könnte. Zudem stehen heute und morgen in den USA Inflationsdaten an, die die Zinserwartungen beeinflussen könnten. Silber legte gestern überproportional um 3% zu und übersteigt heute erstmals seit zwei Monaten wieder die Marke von 17 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daraufhin auf 75 gefallen, den niedrigsten Wert seit Ende Juni. Einen noch stärkeren Preisanstieg von Silber haben wohl ETF-Abflüsse verhindert. Die ETF-Bestände wurden in den letzten beiden Tagen um gut 48 Tonnen abgebaut. Seit Monatsbeginn stehen damit bereits Abflüsse von 228 Tonnen zu Buche. Platin kostet nach einem kleinen Plus gestern rund 975 USD je Feinunze. Dagegen ist Palladium zunächst von der 900 USD-Marke abgeprallt.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6V3B Bull Gold Hebel: 17,5
CE4K21 Bear Gold Hebel: 26,7

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