20.09.2017 13:31
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OPEC lernt nicht aus ihren Fehlern

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OPEC erwägt Verlängerung bzw. Ausweitung der Produktionskürzungen Gold vor Fed-Sitzung kaum verändert Drohendes Ungemach in Südafrika könnte Platin und Palladium unterstützen Rückzug der spekulativen Finanzanleger lässt Kupferpreis fallen

Energie: Die Ölpreise verharren auf ihren hohen Niveaus, legen aber auch nicht mehr weiter zu. Brent handelt oberhalb von 55 USD je Barrel, WTI nahe der 50 USD-Marke. Die Nachrichtenlage hätte eigentlich für einen weiteren Preisanstieg gesprochen. So berichtete das API am Abend einen geringer als erwartet ausgefallenen Anstieg der US-Rohölvorräte um 1,4 Mio. Barrel und einen kräftigen Rückgang der Benzin- und Destillatebestände um 5,1 bzw. 6,1 Mio. Barrel. Hier könnten aber die Hurrikans Harvey und Irma ein Faktor gewesen sein. Zudem wird innerhalb der OPEC offensichtlich über eine Verlängerung bzw. Ausweitung der Produktionskürzungen nachgedacht. Mögliche Optionen sind dabei eine Verlängerung bis Ende 2018 oder eine zusätzliche Kürzung der Fördermenge um 1%. Dass diese Gedankenspiele vom irakischen Ölminister al-Luaibi geäußert wurden, mindert allerdings ihre Aussagekraft. Denn der Irak hat die seit Jahresbeginn geltenden Kürzungen bislang nur zur Hälfte umgesetzt. Dennoch wird die OPEC nicht umhin kommen, bei der nächsten Sitzung Ende November eine Verlängerung der Produktionskürzungen über März 2018 hinaus in Betracht zu ziehen. Denn bereits jetzt liegt die OPEC-Produktion leicht über dem von der IEA geschätzten Bedarf an OPEC-Öl für die Zeit nach dem Auslaufen des Kürzungsabkommens. Eine Ausweitung der Produktion ab Frühjahr 2018 würde daher zu einem abermaligen Überangebot auf dem Ölmarkt führen und die Preise unter Druck setzen. Indem die OPEC die Markterwartung nach oben treibt, begeht sie aber denselben Fehler wie im Vorfeld der OPEC-Sitzung Ende Mai. In der Folge gerieten die Ölpreise damals nach der beschlossenen Verlängerung der Produktionskürzungen sogar deutlich unter Druck.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Ein schwächerer US-Dollar hat gestern einen weiteren nachhaltigen Preisrückgang von Gold verhindert. Der Preis erholte sich im späten Handel etwas, nachdem US-Präsident Trump in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung Nordkorea mit der „totalen Vernichtung“ gedroht hat. Dies hat die geopolitischen Spannungen in der Region nochmals deutlich vor Augen geführt. Gold dürfte daher als sicherer Hafen gefragt bleiben. Heute werden die Marktteilnehmer ihren Fokus auf die Fed-Sitzung richten. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank eine Reduzierung ihrer Bilanz ankündigt. Von noch größerem Interesse ist aber, wie sie die weitere Zinsentwicklung sieht, vor allem im nächsten Jahr. Überraschungen dürften über den EUR-USD-Wechselkurs auch Auswirkungen auf den Goldpreis haben.
Palladium ist gestern in der Spitze um über 3% unter 910 USD je Feinunze gefallen. Heute Morgen erholt es sich zwar wieder etwas, handelt aber immer noch rund 80 USD unter dem Mehrjahreshoch von vor gut zwei Wochen. Unterstützung könnte Palladium wie auch Platin aus Südafrika bekommen. Denn dort bahnt sich neues Ungemach an. Impala Platinum, der weltweit zweitgrößte Platinproduzent, plant die Entlassung von bis zu 2.500 Arbeitern, nachdem das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr einen Verlust erwirtschaftet hatte. Laut Unternehmensangaben könnte es noch weitere Entlassungen geben. Dies könnte zu Streiks führen und damit die Produktion beeinträchtigen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Hebel: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Hebel: -6

Industriemetalle: Der Preisrückgang von Kupfer um 2,8% in der letzten Woche ging mit einem klaren Rückzug der spekulativen Finanzinvestoren einher. Denn gemäß LME-Statistik wurden die Netto-Long-Positionen in den beiden von uns beobachteten Kategorien um 16% auf ein 10-Wochentief abgebaut. Damit zeigt sich einmal mehr, dass gerade Kupfer ein Spielball der spekulativen Finanzanleger ist. Ferner wird ersichtlich, dass Kupfer (und auch die anderen Metalle) nachgeben, sobald sie die Unterstützung der spekulativen Finanzinvestoren verlieren. Da der Kupferpreis ist dieser Woche bislang wieder über dem Schlusskurs von letzter Woche notiert, dürften die Netto-Long-Positionen mittlerweile wieder leicht ausgeweitet worden sein. Die chinesischen Kupferschmelzen streben in den bevorstehenden Verhandlungen mit den Minenproduzenten für das vierte Quartal höhere Schmelz- und Verarbeitungsgebühren (sog. TC/RCs) als im laufenden Quartal an. Laut Aussagen einer Schmelze sei Kupferkonzentrat derzeit ausreichend verfügbar. Der größte chinesische Kupferschmelzer, Jiangxi Copper, warnte allerdings vor einigen Wochen vor zukünftig fallenden TC/RCs, da immer mehr Schmelzen in China um das vorhandene Angebot konkurrieren würden. 2017 haben die Minenproduzenten den Schmelzen 92,5 USD je Tonne bzw. 9,25 US-Cents je Pfund zum Schmelzen und Verarbeiten des Kupferkonzentrats bezahlt. Die Verhandlungen über die TC/RCs für 2018 finden während der Asia Copper Week Ende November statt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE7XX9 Faktor Long Copper-Future Hebel: 4
CE7XXG Faktor Short Copper-Future Hebel: -4

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