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ver.di kritisiert Brief von Lufthansa-CEO Mayrhuber
BERLIN (Dow Jones)--Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den Offenen Brief des Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Mayrhuber an alle Beschäftigten als "durchsichtigen Versuch der Mitarbeiterdemoralisierung" bezeichnet. Lufthansa sei bestens aufgestellt, sagte ver.di-Sprecher Harald Reutter am Donnerstag Dow Jones Newswires auf Anfrage. Die gelte sowohl mit Blick auf die Mitbewerber als auch auf die langfristigen Kerosinlieferverträge.
Aus diesem Grund werde Lufthansa davon profitieren, wenn andere Airlines beim gegenwärtigen Marktumfeld in Bedrängnis geraten würden. So ziehe auch der Versuch des Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden nicht, den Mitarbeitern mit Arbeitsplatzabbau zu drohen, sagte Reutter weiter.
Angesichts des Überschusses, den die Fluggesellschaft im Jahr 2007 erreicht habe, und angesichts der Vorstandsprognose, dieses Ergebnis im laufenden Jahr noch einmal steigern zu wollen, sei eine Notlage der Airline nicht erkennbar.
Die Forderung der Gewerkschaft nach einer Erhöhung der Gehälter um 9,8% bezeichnete Reutter indes als "bescheiden". Zum Vergleich verwies er auf die wesentlich höheren Verbesserungen der Vorstandsbezüge und der Dividende.
Mayrhuber hatte in seinem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben die gegenwärtigen Tarifauseinandersetzungen mit den Gewerkschaften als "völlig überflüssig" und "kontraproduktiv" bezeichnet und vor den Folgen weiterer Gehaltsforderungen gewarnt. Die könnten das Unternehmen gefährden.
"Relativ" gesehen sei das Ergebnis der Airline "immer noch zu schwach", sagte der Vorstandsvorsitzende mit Blick auf die Größe des Konzerns. Rund 7 EUR pro Passagier seien auf Dauer nicht ausreichend, um das Wachstum zu finanzieren und den Mitarbeitern Arbeitsplatzsicherheit zu geben.
Webseite: http://www.verdi.de http://www.lufthansa-financials.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/nas (END) Dow Jones NewswiresJuly 24, 2008 09:43 ET (13:43 GMT)
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