KOLUMNE

BASF - Aufwärts mit neuer Akquise?
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BASF - Aufwärts mit neuer Akquise?
Die BASF SE, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, gehört neben der Bayer AG zu den größten Chemiekonzernen der Welt. Nach eigenen Angaben sind über 113.000 Mitarbeiter sind weltweit in mehr als 80 Ländern für den Konzern tätig. Geforscht und produziert wird an den sechs Verbund- und rund 370 Produktionsstandorten. Die Produktpalette des Unternehmens umfasst hoch veredelte Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte sowie Pflanzenschutzmittel, Öle und Gase. Der Chemiekonzern ist durch optimierte Logistic und Infrastruktur sowie einer Weiterverwendung von Reststoffen auf eine hoch effiziente Nutzung von Energie und Rohstoffen ausgelegt. 2011 erzielte das Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt knapp 73,5 Mrd. EUR ein operatives Ergebnis von 8,6 Mrd. EUR. Ende September 2012 konnte die BASF SE auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf im 3. Quartal blicken. Verglichen zum Vorjahresquartal konnte der Umsatz vor allem mengenbedingt um 8% auf 19 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit konnte ebenfalls verbessert werden und stieg um 6,4% von 1,9 Mrd. EUR auf 2 Mrd. EUR. Dieses Ergebnis sei laut Geschäftsbericht des Unternehmens der gestiegenen Produktionsmengen des Segments Oil & Gas sowie dem erfolgreichen Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln zu verdanken. Somit habe man das vergleichsweise weniger ertragreiche Geschäft im Segment Chemicals ausgleichen können. Der Ludwigshafener Konzern scheint sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Laut neuesten Bekanntmachungen habe das Unternehmen vor, sich im Segment der Nahrungsergänzungsmittel noch einmal zu vergrößern. BASF hatte bereits zwei Unternehmen für diesen Geschäftszweig übernommen: Die Henkel-Tochter Cognis und die schottische Equatec. Jetzt plane der Chemieriese die Übernahme des norwegischen Unternehmens Pronova Bio Pharma. Damit könnte sich BASF an die Spitze des Omega-3-Fettsäurenmarktes setzen. Das Management der Firma sei bereit, bis zu 664 Mio. EUR für die Akquisition zu zahlen. Gleichzeitig werde bis 2020 mit einem durchschnittlichen Wachstum von 8% in der Branche gerechnet. Pronova konnte in 2011 einen Umsatz von rund 227 Mio. EUR und einen Nettogewinn von 21 Mio. EUR erwirtschaften. An der Börse verschafften diese Ergebnisse dem Unternehmen Anerkennung. Mitte November gelang der BASF-Aktie der Ausbruch aus dem seit September andauernden Abwärtstrend. Die Aktie konnte erstmals den Widerstand von 68,60 EUR durchbrechen. Damit könnten wieder höhere Kurse erreicht werden. Bei einem aktuellen Kurs von 69,33 EUR bewerten derzeit 24 Analysten bei Bloomberg die BASF-Aktie mit "KAUFEN" und 15 Analysten mit "HALTEN". 3 Analysten setzen die BASF-Aktie auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 69,20 EUR. Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von vielen Einflussfaktoren abhängig sind, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Des Weiteren ist ein etwaiger Erwerb des norwegischen Unternehmens Pronova noch von vielen Unsicherheiten wie etwa der Zustimmung der zuständigen Behörden abhängig. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Schließlich sind internationale Engagements stets politischen und wirtschaftlichen Risiken - wie etwa Währungsrisiken - ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen können. 9,20% p.a. Aktienanleihe auf BASF SE
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