28.08.2013 12:30
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DAX-Discount-Zertifikate: Drei Schnäppchen

Schnäppchenjagd im DAX
Blue Chips mit Discount
Die Volatilität der drei DAX-Werte K+S, Commerzbank und ThyssenKrupp ist hoch. Mit Rabatt-Papieren können Anleger profitieren.
€uro am Sonntag

von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Wer seit Jahresbeginn auf den DAX setzt, kann nicht meckern. Der deutsche Leitindex liegt mit gut sieben Prozent im Plus. Angesichts der tendenziell steigenden Märkte sind Anleger derzeit gelassen. Die Marktteilnehmer rechnen in nächster Zeit nicht mit großen Kursschwankungen. Das signalisiert der VDAX-New. Der Index misst die am Markt erwartete Schwankungsbreite — die sogenannte implizite Volatilität — des DAX für die kommenden 30 Tage. Derzeit notiert der auch „Angstbarometer“ genannte Index unter 20 Prozent. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren stand der VDAX-New noch bei mehr als 40 Prozent.

Gegen den ruhigen Strom schwimmen allerdings derzeit drei Werte: K + S, ThyssenKrupp und Commerzbank. „Dies sind momentan die Aktien aus dem DAX mit der höchsten impliziten Volatilität“, sagt Simon Ullrich, leitender Analyst der Ratingagentur Scope. Schuld daran sind vor allem die jüngst deutlichen Kurseinbrüche der drei Bluechips. „Durch die fallenden Kurse steigt die Nachfrage nach Optionen zur Absicherung von Kursverlusten“, erläutert der Experte. „Das führt wiederum zu steigenden Optionspreisen und somit zu einem Anstieg der impliziten ­Volatilitäten.“ Seinen Angaben zufolge haben derzeit K + S-Optionen mit vierwöchiger Laufzeit, deren Basispreis nahe beim aktuellen Aktienkurs liegt, einen Volatilitätswert von 68 Prozent. Bei ThyssenKrupp sind es 61 Prozent, die Commerzbank kommt auf 38 Prozent.

Von der Volatilität profitieren
Die starken Schwankungen bei den drei Titeln können sich Anleger mit Discountzertifikaten zunutze machen. Der Hintergrund: Um die Auszahlungsansprüche der Discountpapierkäufer zu sichern, verkauft der Emittent am Terminmarkt Optionen. Je unruhiger die Aktienmärkte, desto teurer werden diese Optionen. Von dieser Volatilitätsprämie profitieren die Anleger. Denn bei Discountzertifikaten erhöht sich dadurch der Preisabschlag. Das heißt: Die Papiere werden in volatilen Phasen günstiger. Die Schnäppchenjagd per Discounter auf K + S, ThyssenKrupp oder Commerzbank ist also eröffnet.

Beim Preisvergleich fällt auf, dass die DZ Bank bei einer Laufzeit von rund einem Jahr derzeit die günstigsten Papiere im Angebot hat. So beträgt der Preisabschlag des Discounters auf K + S mit der ISIN: DE 000 DZN 7AE 6 gut 14 Prozent. Das Zertifikat ist derzeit für 15,96 Euro zu haben. Die K + S-Aktie kostet hingegen 18,57 Euro. Die Rückzahlung des Papiers orientiert sich an der Kursentwicklung des Basiswerts. Anleger können bis zum Laufzeitende im August 2014 einen maximalen Ertrag von rund 19 Prozent erzielen, wenn der Kurs der K + S-Aktie zum Schluss auf Höhe des Caps von 19 Euro oder darüber notiert. An Kursanstiegen bis zum Cap nehmen Investoren mit dem Papier teil. Steigt die Aktie darüber hinaus, profitieren sie nicht. Durch den vergünstigten Einstieg bieten Discounter einen gewissen Sicherheitspuffer. Verluste entstehen, falls die Aktie des Düngemittelherstellers bis zum Laufzeit­ende um mehr als 14 Prozent einbrechen sollte — nach diesem Prinzip funktionieren alle Discountzertifikate.

Ein Discounter auf ThyssenKrupp (DE 000 DZN 67C 4) bietet durch den Preisnachlass einen Puffer von 14,7 Prozent gegen fallende Kurse des DAX-Titels. Bis zum Laufzeitende am 15. August 2014 ist mit dem Investment ein maximaler Ertrag von rund 15 Prozent möglich. Der Cap liegt bei 16 Euro, aktuell notiert die Aktie des Stahlkonzerns bei 16,26 Euro.

Als dritter Discounter kommt das Papier auf die Commerzbank infrage (DE 000 DZN 86S 0). Der Preisabschlag beträgt bei einem Verkaufspreis von 7,05 Euro 19,8 Prozent auf den aktuellen Kurs der Aktie, die bei 8,80 Euro notiert. Bis zum Laufzeitende Mitte August 2014 ist maximal ein Ertrag von rund 13 Prozent drin. Der Cap des Discounters liegt bei acht Euro.

Risikobereitere Anleger können sich für Discounter mit höheren Caps entscheiden. Dadurch können sie attraktivere Renditen erzielen, gehen aber auch mehr Risiken ein. Denn je höher der Cap, desto geringer ist der Sicherheitspuffer auf den aktuellen Kurs des Basiswerts.

Bildquellen: Sunny baby / Shutterstock.com, kreatorex / Shutterstock.com

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Geschäftsbetrieb ab 2016
Die Commerzbank hat von der brasilianischen Zentralbank die Genehmigung für die Gründung einer Tochtergesellschaft in São Paulo erhalten.
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Commerzbank to Start Operations in Brazil (EN, The Wall Street Journal Deutschland)

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