
Der DAX-Konzern K + S konnte bei der Vorlage seiner Quartalszahlen nicht überzeugen. Zwar kletterte der Umsatz um um sieben Prozent auf 916,6 Millionen Euro, das Plus kam aber vor allem über die Währungsseite. Der Bruttogewinn (Ebit) lag hingegen rund 14 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Vor allem das schwache Voreinlagerungsgeschäft mit Auftausalz, das in den vergangenen Jahren mit schöner Regelmäßigkeit die K + S-Kasse füllte, macht dem Unternehmen zu schaffen. Wegen des milden Winters im vergangenen Jahr halten sich Städte und Kommunen mit Bestellungen zurück. Zudem sind die Verkaufspreise aufgrund der geringeren Nachfrage leicht gefallen. Und auch im Kali-Geschäft ist der Wurm drin. Die Hersteller konnten sich bislang nicht mit den Abnehmerländern auf neue Lieferverträge einigen. Die Nachfrage nach Düngemitteln liegt hingegen weiterhin auf einem recht ordentlichen Niveau.
Das Management gibt sich dennoch zufrieden und spricht von einem „robusten“ Quartal. Gleichzeitig wurde die Prognose für das Gesamtjahr präzisiert: Sie liegt nun am unteren Ende der Erwartungen. Demnach soll der 2012er-Umsatz jetzt 3,9 Milliarden Euro erreichen, das Ebit bei 820 Millionen. Nächstes Jahr soll es wieder besser laufen.
Anleger quittierten das Zahlenwerk mit Verkäufen — sie schickten den Titel auf ein neues Viermonatstief bei 33,00 Euro. Damit bleibt der seit August laufende Abwärtstrend weiter intakt. Allerdings sollte spätestens im Bereich von 30,14 Euro — hier liegt das Mehrjahrestief der Aktie — der Verkaufsdruck nachlassen.
Dafür sorgt auch das Management: So hat Vorstandsmitglied Thomas Nöcker rund 100.000 Euro investiert. Er erwarb 3.000 K + S-Aktien, nachdem er schon im Mai (zu Kursen um 36 Euro) 4.500 Stück über den Markt erworben hatte. Und auch ein Aufsichtsratsmitglied zeigte Vertrauen zur „eigenen“ Aktie: Karl Heidenreich kaufte 500 Aktien zu Kursen um 34 Euro.
Nochmals 6,2 Prozent unter dem Mehrjahrestief, exakt bei 28,275 Euro, hat Vontobel bei einem Bonus Cap (ISIN DE 000 VT5 U4S 5) die Barriere eingezogen. Hält die derzeit 14,5 Prozent entfernte Barriere bis Juni 2013, wird das aktuell zu 36,92 Euro quotierte Zertifikat schon in rund sieben Monaten zum Maximalbetrag von 44,00 Euro getilgt. Dies entspricht einer Renditechance von 19,2 Prozent oder 31,3 Prozent per annum. Aufgrund des 13-prozentigen Aufgelds ist ein Stopp im Bereich des Mehrjahrestiefs aber Pflicht für jeden Anleger.
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