von Wolfgang Raum ZertifikateJournal
Bis 2003 war die Gerresheimer Glas AG börsennotiert. Dann erfolgte ein Squeeze-out und die Aktie verschwand vom Parkett. Im Mai 2007 kam dann unter dem Namen Gerresheimer das Börsen-Comeback. Allerdings hat sich die Struktur des Konzerns verändert.
Während man sich früher ausschließlich mit dem Thema Glas beschäftigte, sind heute hochwertige Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff das Kerngeschäft, die hauptsächlich von der internationalen Pharma- und Healthcare-Industrie nachgefragt werden. Hinzu kommen Erzeugnisse für die Kosmetikindustrie sowie die Hersteller von Nahrungsmitteln und Getränken.
Die Geschäfte laufen seit Jahren gut, der Konzernausbau geht kontinuierlich voran. Der Aktienkurs hängt dieser Entwicklung hinterher. So bewegt sich das Papier knapp unter dem Emissionspreis von 40,00 Euro. Seit 2009, als die Aktie im Bereich von 13,00 Euro ihren niedrigsten Wert gesehen hatte, ging es jedoch steil nach oben. Dabei ist der Aufwärtstrend noch immer intakt.
Zuletzt neigte das Papier jedoch wieder etwas zur Schwäche. Verantwortlich dafür waren Zahlen für das dritte Quartal, die am unteren Ende der Analystenerwartungen lagen. Dabei sorgte vor allem der Kunststoffbereich für Enttäuschungen. Das Management blickt aber optimistisch in die Zukunft und hat die Jahresprognosen bestätigt.
Fundamental ist der Wert nicht überteuert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der geschätzten Gewinne für 2013 liegt bei 13. Vor dem Hintergrund, dass ein Großteil des Geschäfts wenig konjunktursensitiv ist, ist nicht mit negativen Gewinnüberraschungen zu rechnen.
Charttechnisch ist der Titel hingegen an den Widerstand bei 40,00 Euro herangelaufen. Diese Marke dürfte zunächst nicht zu knacken sein.
Somit eignet sich dieser Basiswert ausgezeichnet für ein Investment mit attraktiver Seitwärtsrendite. Ins Auge sticht dabei ein Bonuszertifikat (ISIN: DE 000 BP4 MXU 6) der BNP Paribas, das in einem Jahr fällig ist. Hält bis Dezember 2013 die bei 28,00 Euro eingezogene Barriere, erzielen Anleger eine Bonusrendite von 8,4 Prozent oder 7,9 Prozent p. a. Mehr wird es nicht, da auf Höhe des Bonusniveaus (48,00 Euro) ein Cap eingezogen ist.
Der Abstand zur Schwelle sollte sich als ausreichend erweisen. Da das Papier schon ein Aufgeld von 15 Prozent aufgebaut hat, darf aber ein Stopp nicht fehlen. Dazu bietet sich der Bereich um 32,00 Euro an.