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25.02.2013 12:00

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Strabag: Belastungen bremsen Baukonzern

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Strabag: Belastungen bremsen Baukonzern
Die Schuldenkrise sorgt auch beim österreichischen Baukonzern Strabag für Probleme. Ein Bonus­zertifikat ist daher einem Direkt­investment vorzu­ziehen

von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal

Die europäische Schuldenkrise macht Strabag schwer zu schaffen. Bereits im Juni hatte der österreichische Baukonzern sein Ebit-Ziel von 300 auf 200 Mio. Euro gekürzt. In dieser Woche meldete der Konzern, dass die Leistungen um zwei Prozent auf rund 14 Mrd. Euro gesunken sind. Auch der Auftragsbestand hat sich verringert — um ein Prozent auf 13,2 Mrd. Euro. In Polen machte der Konzern das größte Minus. Nur eine Leistungssteigerung in Deutschland und Rumänien verhinderte Schlimmeres.

Die Prognose für das Jahr 2013 ist ebenfalls verhalten. Zwar rechnet das Management mit einem Ebit von mindestens 260 Mio. Euro — aber nur, weil das Unternehmen keine größeren negativen Sondereffekte erwartet. Grund für die verhaltene Prognose ist, dass die Investitionsbereitschaft sinkt, die Kassen bei den öffentlichen Auftraggebern sind leergefegt.

In Polen rechnet Strabag mit weiteren Rückgängen. Der einst boomende Markt schwächelt. Aber das ist nicht das einzige Problem: Pol­nische Kunden sind mit Zahlungen in Verzug. Gelingt es dem Konzern nicht, die ausstehenden Forderungen einzutreiben, müssen weitere Wertberichtigungen vorgenommen werden.

Zuwächse erwartet Strabag im Tunnelbau, im heimischen Hochbau, im außereuropäischen Geschäft und in Deutschland. Das Marktumfeld bleibt schwierig, da der Margendruck wegen der rückläufigen Investitionsbereitschaft weiter steigt. Auch die Analysten zweifeln. Ihr durchschnittliches Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten liegt bei 17,52 Euro, also rund neun Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Charttechnisch ist der Titel derzeit angeschlagen: Kurzfristig ist der Abwärtstrend intakt. Allerdings befindet sich knapp unterhalb des aktuellen Niveaus — im Bereich von 19,00 Euro — eine Unterstützungszone. Dort könnte sich ein neuer Boden ausbilden.

Eine spannende Anlagemöglichkeit ist daher ein Bonus-Cap-Zertifikat der RCB (ISIN: AT 000 0A0 YP1 6). Das Papier wirft eine Maximalrendite von 28,1 Prozent oder 19,1 Prozent p. a. ab, wenn die Aktie bis zur Fälligkeit im Juli 2014 über der Schwelle bei 17,00 Euro notiert.
Der Schwellenabstand von 11,8 Prozent wirkt auf den ersten Blick gering, dieses Niveau liegt aber noch knapp unter dem zyklischen Tief von 17,03 Euro aus dem August des Vorjahres. Knapp über dieser Marke sollten Investoren auch ihren Stopp platzieren.

Bildquellen: STRABAG

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