aktualisiert: 14.09.2012 22:58
Bewerten
 (0)

Überzeugende Outperformance: Wie CROCI-Papiere funktionieren

CROCI prüft Unternehmensbilanzen auf Herz und Nieren
Croci-Zertifikate
Diese Produkte laufen deutlich besser als die jeweiligen Länderindizes. Das Erfolgsgeheimnis ist ein spezieller Bilanzcheck, der die Kurs-Gewinn-Verhältnisse von Unternehmen international ­vergleichbar macht.
€uro am Sonntag

von Georg Pröbstl, Euro am Sonntag

Die Region Asien-Pazifik, abge­bildet im entsprechenden Dow-Jones-Index, bescherte Anlegern in den vergangenen zwölf Mo­naten einen Verlust von 7,5 Prozent. Der Nikkei 225 schaffte auf Jahressicht immerhin ein Plus von einem Prozent. Im Euro Stoxx 50 sind es 16 Prozent — genauso viel wie im Dow Jones. Mit einem starken Gewinn von 33 Prozent kann der DAX aufwarten. Es war aber einiges mehr drin.

So bringt das Asia-Pacific-Croci-Zertifikat der Deutschen Bank ein Plus von vier Prozent (ISIN: DE 000 DB0 WDA 1), und der Japan-Croci (DE 000 DB0 91Y 4) sechs Prozent, was einer Outperformance von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Nikkei 225 entspricht. Das Zertifikat auf den Euro-Croci (DE 000 DB0 91Z 1) und den US-Croci (DE 000 DB0 91X 6) lieferte Gewinne von 22 und 34 Prozent, also eine Outperformance von sechs und 18 Prozentpunkten zum jeweiligen Leitindex. Mit dem Croci auf deutsche Aktien (DE 000 DB0 WKS 8) konnte mit einem Plus von 38 Prozent sogar der gute Lauf des DAX um fünf Prozentpunkte übertroffen werden.

Die Outperfomance ist erstaunlich. Doch hinter den Zertifikaten steckt ein aufwendiges System, das sich offenbar bezahlt macht. Das Konzept der Croci-Zertifikate — Croci steht für „Cash Return on Capital invested“ — basiert auf einem Analysemodell der Deutschen Bank, bei dem die am attraktivsten bewerteten Aktien ­eines Markts, einer Region oder einer Branche in einem eigenen Croci-Index zusammengefasst werden. Die Strategie versucht die Kurs-Gewinn-Verhältnisse von Aktien unter Berücksichtigung von branchen- und länderspezifischen Faktoren durch verschiedene Anpassungen der Bilanzdaten besser vergleichbar zu machen. Für die Croci-Analysten wird daraus ein einheitlicher Bewertungsmaßstab, mit dem sie besonders werthaltige Aktien ­herausfiltern. Die Überprüfung der Zusammensetzung der verschiedenen Croci-Indizes erfolgt einmal im Monat, Dividenden werden bei endloser Laufzeit der Zertifikate jeweils nach Abzug von Steuern zu 85 Prozent reinvestiert. Die Managementgebühr beträgt je nach Zertifikat zwischen 0,5 und 0,75 Prozent pro Jahr.

Konkret werden für den Euro-Croci 30 Aktien aus den rund 300 Mitgliedern des Euro Stoxx herausgefiltert, beim US-Croci sind es 40 Titel aus den 250 größten S & P-500-Unternehmen, in das Japan-Produkt kommen 30 Aktien aus dem Topix 100. Im Croci-Germany stecken dagegen nur 15 deutsche Werte aus dem Euro Stoxx, und im Index für Asien-Pazifik sind es schließlich 30 Top-Picks aus den 150 gewichtigsten Firmen der Region.

Solide Zuwächse mit Giganten
Für Anleger, die es weniger hektisch — sprich weniger volatil — mögen, ist vor allem das Croci-World-Giants-Zertifikat interessant (DE 000 DB8 AZD 7). Es enthält 60 Aktien, die aus den nach Börsenwert 200 größten Firmen der Welt herausgefiltert wurden. Beim Börsencrash im Sommer 2011 verlor das Zertifikat nur 15 Prozent und damit halb so viel wie der DAX. Gleichzeitig passt die Rendite: Auf Jahressicht legte es um 31 Prozent zu, fast so viel wie der DAX.

Interessant auch: Trotz globaler Diversifikation und damit breiter Risikostreuung schafften die Giants selbst am Donnerstag nach dem EZB-Entscheid ein Tagesplus von 2,2 Prozent.

CROCI-Zertifikate

World Giants DE000DB8AZD7
Deutschland DE000DB0WKS8
USA DE000DB091X6

Bildquellen: istock/Thomas Lehmann
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX leichter -- Dow stabil -- Infineon wohl kurz vor Übernahme eines US-Konkurrenten -- Bund will Commerzbank-Anteile bis mindestens 2016 halten -- BMW könnte sich auf Stahl besinnen -- Apple im Fokus

Heftige Kämpfe in der Ostukraine vor Treffen von Putin und Poroschenko. Steve Ballmer verlässt Microsoft. Bank of England nicht mehr geschlossen auf lockerem geldpolitischem Kurs. Iliad sucht Schulterschluss mit Tech-Riesen für Gebot für T-Mobile US. Glencore steigert Gewinn. Heineken verdient operativ deutlich mehr.
Diese Models verdienten 2014 am meisten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige