14.11.2012 12:30
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Währungszertifikat: Vier gegen den Euro

Devisen: Währungszertifikat: Vier gegen den Euro | Nachricht | finanzen.net
Währungszertifikat: Vier gegen den Euro
Devisen

Die HypoVereinsbank bietet ein interessantes Währungsprodukt mit Kapitalgarantie an. Die Idee ist gut, Renditewunder darf man aber nicht erwarten.

€uro am Sonntag

von Martin Grimm, Euro am Sonntag

Viele Anleger kehren dem Euro den Rücken. Ihr Glück suchen sie vermehrt in anderen Währungen. Besonders beliebt sind Devisen aus rohstoffreichen Ländern. Selbst der US-Dollar ist gefragt — trotz des hohen Staatsdefizits. Die meisten Währungen konnten zuletzt gegenüber dem Euro aufwerten. Ganz vorn auf Jahressicht ist unter anderem der Neuseeland-Dollar. Die Kiwi-Währung hat gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung um fast zehn Prozent zugelegt.

Die HypoVereinsbank (HVB) bietet nun eine Anleihe (ISIN: DE 000 HVB 0XU 3) zur Zeichnung an, die darauf setzt, dass vier Währungen in den kommenden fünf Jahren gegenüber dem Euro aufwerten. Zur Sicherheit hat die Bank einen Kapitalschutz über die Struktur gestülpt, der die Erstattung des Nominals am Laufzeitende garantiert.

Das Währungsquartett setzt sich aus den Devisen der Länder Norwegen, Schweden, Australien und Kanada zusammen. Deren Referenzwert (das jeweilige Wechselkursverhältnis zum Euro) wird zu Beginn der Laufzeit, am 16. November, festgelegt. Fünf Jahre später werden die Relationen zum Euro erneut betrachtet und mit dem jeweiligen Referenzwert verglichen.

Ausreißer zählen nicht
Jede Wechselkursentwicklung fließt zu einem Viertel ein, wobei Ausreißer — also Währungen, die gegenüber dem Euro an Wert verloren haben — mit null Prozent bewertet werden. Ist die Summe positiv, zahlt die HVB neben dem eingezahlten Kapital (Nominal) das Zweifache der ermittelten Gesamtentwicklung aus allen vier Währungen aus. Ist die Summe negativ, gibt’s nur den Nominalwert zurück.

Wir haben die Struktur über die vergangenen fünf Jahre zurückgerechnet. Der Aussagegehalt ist gering, schließlich grassiert die Eurokrise erst seit Oktober 2009. Aber die grundsätzliche Funktionsweise lässt sich damit erklären. Alle Währungen haben in diesem Zeitraum gegenüber dem Euro an Wert gewonnen, die Norwegische und die Schwedische Krone rund sieben Prozent, der Kanadische Dollar etwa sechs und der Austral-Dollar über 26 Prozent. Daraus errechnet sich — gemäß den genannten Regeln — eine Gesamtentwicklung von 11,6 Prozent. In diesem Fall hätten Anleger also einen Ertrag von 23,2 Prozent erzielt. Pro Jahr sind das 4,3 Prozent — trotz Hebel darf man also kein Rendite­wunder erwarten.

Bildquellen: Mast/Fotolia

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