aktualisiert: 23.10.2012 08:31
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Neues Zertifikat: Vier Edelmetalle in einem Paket

Neues Zertifikat: Vier Edelmetalle in einem Paket
Edelmetalle im Paket
Die Société Générale packt Gold, Silber, Platin und ­Palladium in ein Produkt und bietet fünf Prozent ­Zinsen. Die Höhe der ­Rückzahlung ist aber an Bedingungen geknüpft.
€uro am Sonntag

von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal

Gold ist in unsicheren Zeiten gefragt. Viele Bürger nutzen das Edelmetall als Schutz vor einer möglichen Geldentwertung. Seinen Höhepunkt erreichte der Goldpreis im September 2011. In der Spitze ging die Feinunze für 1.921 Dollar über die Theke. Anschließend konsolidierte der Preis — unter heftigen Schwankungen.

Im August feierte das Gold dann ein Comeback. In den vergangenen drei Monaten verteuerte sich die Feinunze von Preisen um 1.600 auf rund 1.750 US-Dollar. Neue Zwölf­monatshochs erreichte der Preis allerdings nicht. Auf Jahressicht steht gerade mal ein Plus von sechs Prozent zu Buche. Relativ ähnlich entwickelte sich der Silberpreis. Er stieg seit Jahresbeginn um vier Prozent. Weniger im Anlegerfokus stehen Palladium und Platin. Platin wird sowohl in der Schmuckindustrie als auch beim Fahrzeugbau (vor allem bei Katalysatoren) eingesetzt. Der Preis verteuerte sich auf Jahressicht um rund neun Prozent. Palladium bringt es auf ein Plus von fünf Prozent. Das Metall gilt als Substitut für das teure Platin.

Die Société Générale hat die vier Edelmetalle zu einem Paket geschnürt: Heraus kam die neue „5,0 % Edelmetalle Protect“-Anleihe (ISIN: DE 000 SG3 KCG 7), die noch bis zum Monatsende gezeichnet werden kann. Das Geld wird für vier Jahre investiert. Die Struktur gleicht einer klassischen Protect-Multi-Aktienanleihe — mit dem Unterschied, dass nicht Aktien als Basiswert dienen, sondern eben vier Edelmetalle. Jährlich wird ein Kupon von 5,0 Prozent (jeweils Anfang November) ausbezahlt — unabhängig von der Preisentwicklung der vier Edelmetalle.

Erst am Laufzeitende wird der Kursverlauf des Quartetts relevant. Denn zum Nominal wird nur getilgt, wenn kein Paketmitglied während der vierjährigen Laufzeit mehr als 60 Prozent an Wert verloren hat oder wenn alle vier Basiswerte am abschließenden Bewertungstag im November 2016 über ihrem jeweiligen Referenzwert liegen. Die Ausgangsniveaus werden am 31. Oktober festgezurrt.

Eine Konjunkturprognose über vier Jahre ist natürlich unmöglich. Allerdings gibt es de facto nur zwei Szenarien: Sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung massiv eintrüben, sind Edelmetalle als „Schutzinvestment“ gesucht. Ein Einbruch um 60  Prozent wäre daher kaum denkbar. Sollte sich die Konjunktur hingegen erholen, sorgt die Industrie- und Schmucknachfrage für die entsprechende Stabilität bei den vier Basiswerten.

Bildquellen: Julian Mezger
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