17.02.2017 16:30
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Bonuszertifikate: Besser als der DAX

Euro am Sonntag-Zerti-Tipp: Bonuszertifikate: Besser als der DAX | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Zerti-Tipp
Wer bestimmte Kriterien beachtet, kann mit Bonus-Papieren erfolgreich und mit weniger Risiko am Markt agieren.
€uro am Sonntag
von Emmeran Eder, Euro am Sonntag

Alle Phasen durchlief die Börse im Jahr 2016. Zu Jahresbeginn gab es eine Baisse, danach eine lange Seitwärtsphase und schließlich die Trump-Rally.


Interessanterweise schlugen DAX-Bonuszertifikate über das Gesamtjahr betrachtet dennoch den Index. Das Finanz-IT-Unternehmen SmartTrade untersuchte fast 3.600 an der Börse Stuttgart gelistete Bonuszertifikate mit und ohne Cap, die vor 2016 aufgelegt wurden und das gesamte Jahr über handelbar waren. 79 Prozent der betrachteten Bonuszertifikate erzielten im Vorjahr eine höhere Rendite als der DAX, der das Jahr mit 6,35 Prozent Plus beendete. Der Mittelwert dieser Bonuspapiere lag bei 8,98 Prozent Ertrag. Das ist ein klarer Renditevorsprung von 2,63 Prozentpunkten gegenüber dem DAX.

Klassische Bonuspapiere ohne Cap erzielten 2016 im Schnitt 8,83 Prozent Ertrag, Cap-Bonuspapiere 9,05 Prozent. "Dieser Mehrertrag wurde zusätzlich noch mit einer in der Regel geringeren Volatilität, also niedrigerem Risiko, erreicht", sagt Simon Ullrich, Geschäftsführer von SmartTrade. Zudem berührten lediglich 1,25 Prozent der klassischen und Cap-Bonuszertifikate die Barriere. Das zeigt, dass Bonuszertifikate eine gute Alternative zur Direktanlage sind.

Barriereberührung vermeiden

Jedoch sollten Anleger vor dem Kauf und während sie ein Bonuspapier halten, einige Faktoren beachten, damit das Investment erfolgreich ist. Wichtig ist besonders, dass die Barriere nicht touchiert wird. Passiert es, sind oft hohe Verluste die Folge.

Um das zu vermeiden, sollten Anleger auf einen großen Abstand der Barriere zum DAX-Stand achten. Ein zu hoher Puffer bringt zwar mehr Sicherheit, drückt aber auf die Bonusrendite. Daher rät Ullrich, auf die Kennzahl Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit zu achten. "Sie sollte beim Erwerb nicht höher als maximal 35 Prozent sein. Übersteigt sie 50 Prozent, sollten Anleger in ein anderes Bonuspapier wechseln, bei dem die Wahrscheinlichkeit viel niedriger ist", empfiehlt Ullrich. Besonders in turbulenten Börsenphasen ist es sinnvoll, diese dynamische Kennzahl täglich zu beobachten.


Sie wird von drei Faktoren bestimmt: Abstand zur Barriere, Restlaufzeit und erwartete Kursschwankungen des Basiswerts. Abrufbar ist die Kennzahl für alle Emittenten beim Finanzportal wallstreet:online oder unter www.smarttra.de.

Wer aktuell mit einem Cap-Bonuszertifikat in den DAX investieren will, kann das zum Beispiel mit einem Produkt (ISIN: DE 000 CE2 8PC 8) der Commerzbank mit Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit von 31 Prozent und 8,5 Prozent Maximalertrag sowie Untergrenze 9.800 Punkte tun.

Defensiver ist das ebenfalls bis Dezember laufende DAX-Cap-Bonus-Papier der BNP Paribas (ISIN: DE 000 PB8 C5W 3) mit Barriere bei 9200 Zählern und Höchstrendite von 3,5 Prozent. Das Barrierebruch-Risiko beträgt hier 17 Prozent.

Dieses sollte aber nur ein Auswahlkriterium neben anderen wie Laufzeit, Rendite oder Risikopuffer sein. Investoren können diese Merkmale für Bonuszertifikate aller Anbieter bei www.boerse-online.de und www.finanzen.net abfragen.
Bildquellen: MaximP / Shutterstock.com, istock/Ulf Gähme, Shutterstock, Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com

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