RBS: Mehrwert für Anleger

Discountzertifikate gehören zu den ältesten und beliebtesten Zertifikaten in Deutschland. Dieser Derivatetyp hat — neben den klassischen Indexzertifikaten und den später folgenden Bonusprodukten — den Erfolg der Zertifikatebranche mitbegründet. Mitte der 90er-Jahre kam der erste Discounter auf den Markt, aktuell werden bei der Euwax fast 200.000 Rabattpapiere auf Aktien, Indizes und andere Basiswerte geführt.
Der Erfolg der relativ einfach konstruierten Papiere verwundert nicht. Via Discounter können Anleger beispielsweise eine Aktie mit Rabatt kaufen, dafür ist die Gewinnchance begrenzt. Das heißt: In Seitwärtsmärkten spielen Discounter ihre ganze Stärke aus. Nachteile haben sie dagegen, wenn die Börse richtig gut läuft.
Dieses Handicap hat die Royal Bank of Scotland (RBS) vergangenes Jahr beseitigt und erstmals sogenannte Uncapped Discounter auf den Markt gebracht, also Rabattpapiere ohne Gewinnobergrenze (Cap).
Für die vom Finanzen Verlag zusamengestellte Jury — bestehend aus zehn Fachjournalisten — war dies Grund genug, bei der Verleihung der Goldenen Bullen die RBS zum „Innovativsten Derivatehaus des Jahres“ zu küren. Zumal die Bank auch in anderen Bereichen mit neuen Zertifikaten überzeugte. So machten die Schotten kleine Märkte wie die Mongolei oder Tunesien für Privatanleger investierbar. Zudem brachten sie als erstes Haus Hebelprodukte auf den italienischen BTP-Index, also den Index für mehrjährige italienische Staatsanleihen, auf den Markt.
„Als Branche haben wir wieder demonstriert, wie schnell und flexibel wir uns an veränderte Marktgegebenheiten anpassen können. Die Innovationen im vergangenen Jahr sind krisengerechter geworden, bieten dem Anleger deutlichen Mehrwert, ohne dass Transparenz und Verständlichkeit darunter gelitten hätten“, sagt Kemal Bagci vom Derivateteam der RBS. Er nahm auch den Goldenen Bullen im Rahmen der 19. Finanzen-Nacht in München entgegen. „Innovationen sind eben nur dann wichtig, wenn sie die veränderte Nachfrage der Anleger bedienen. Das ist, glaube ich, mit den Uncapped Discountern ganz gut gelungen.“
Auf den Lorbeeren ausruhen will sich die RBS nicht. Auch im laufenden Jahr soll es Innovationen geben. Zudem werde die Produktpalette weiter ausgebaut. „Wir wollen damit unserem Anspruch als Vollsortimentanbieter gerecht werden“, sagt Bagci.
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