von Georg Pröbstl, €uro am Sonntag
Borussia Dortmund hat schon schlechtere Zeiten erlebt. Der Erlös aus dem Börsengang war flugs für Spieler wie Tomáš Rosický oder Márcio Amoroso ausgegeben. Als nach der Meisterschaft 2002 die Erfolge ausblieben, wanderten die Stars nach und nach ab.
Die dünne Eigenkapitaldecke wurde zum Thema. Nicht wenige Auguren prophezeiten dem Verein eine Schmach, wie sie dieser Tage Arminia Bielefeld erlebt: Der designierte Zweitligaabsteiger hat zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen finanzielle Mittel aus dem Sicherungsfonds des Ligaverbands beantragt – einer Art Rettungsschirm für Profifußballklubs.
Doch die Skeptiker haben sich geirrt. Der BVB führt heute nicht nur die Bundesligatabelle an, sondern hat auch beste Chancen auf die Champions League. Mit einem Sieg am Sonntag im Heimspiel gegen Freiburg wäre der Verein uneinholbar Zweiter und damit für die Königsklasse qualifiziert.
Schon die Hinrunde der laufenden Saison sorgte bei Fans und Aktionären gleichermaßen für Jubelstimmung. Jeder Sieg lockt mehr Zuschauer an und so kommt mehr Geld in die BVB-Kasse. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11 steigerte der Verein den Umsatz um 22 Prozent auf 71 Millionen Euro. Der Aktienkurs verdoppelte sich.

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Die Teilnahme an der Champions League würde zusätzlich zumindest einen hohen einstelligen Millionenbetrag einbringen. Im vergangenen Jahr betrug allein das Startgeld 7,1 Millionen Euro. Und in der nächsten Spielzeit soll noch kräftig was obendrauf kommen. Punkt- und Siegprämien oder das Erreichen der K.-o.-Runde würden die Einnahmen weiter steigern. Wer befürchtet, die Aktie sei heißgelaufen, sollte eine Korrektur abwarten. Oder, alternativ zum Lauern auf einen Abstauber, zu einer Aktienanleihe greifen.
Macquarie hat neben Aktienanleihen auf weitere 30 Nebenwerte auch ein Papier auf den BVB im Programm (ISIN: DE 000 MQ1 HRQ 8). Die Anleihe ist mit einem Kupon von 15,5 Prozent ausgestattet, der Basispreis von 2,60 Euro bietet noch ein wenig Puffer zum aktuellen Kurs von 2,85 Euro. Fällt die BVB-Aktie bis zum Ende der Laufzeit am 20. Januar 2012 unter 2,60 Euro, werden je 1.000 Euro rund 384 BVB-Aktien geliefert. Notiert der BVB über 2,60, erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag. An Kurssteigerungen partizipieren Anleger also nicht, kassieren aber in jedem Fall den Kupon.