von Jens Castner, Euro am Sonntag
Das Prinzip des Value-Investing ist hinlänglich bekannt: Kaufe den Euro für 50 Cent und warte, bis er seinen fairen Wert erreicht — so in etwa lässt sich die reine Lehre zusammenfassen. Klingt einfach, ist in der Praxis aber eine so komplexe Materie, dass selbst Superinvestoren bisweilen brutale Nackenschläge einstecken müssen.
Denn der Euro zum halben Preis liegt nicht einfach auf der Straße herum. Er versteckt sich in Unternehmenswerten. So gut, dass er der breiten Masse verborgen bleibt. Wäre er leicht zu finden, würde sich ja jeder sofort darauf stürzen.
Auch Warren Buffett, die Galionsfigur der Value-Szene, musste anfangs Lehrgeld bezahlen. Sein Investment in die vordergründig krass unterbewertete Textilfabrik Berkshire Hathaway anno 1965 erwies sich als Fass ohne Boden. Wegen der Billigkonkurrenz aus Asien war die US-Textilindustrie — Jahrzehnte vor der Öffnung Chinas — nicht mehr konkurrenzfähig. Die Rückkehr zu früher üblichen Margen, auf die Buffett gesetzt hatte, blieb aus. Um sich zeit seines Lebens an diesen Fehler zu erinnern, benannte er das Unternehmen bis heute nicht um, obwohl er es bald in eine Investmentgesellschaft umwandelte.
Buffett hatte aus seinen Fehlern gelernt, suchte den Dollar fortan lieber für 60 oder 70 Cent in Unternehmen mit unkaputtbaren Geschäftsmodellen wie Coca-Cola, wurde steinreich — und viele Anleger, die in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren in Berkshire-Aktien investiert hatten, mit ihm. Nun ist Buffett zwar der populärste aller Investoren, aber beileibe kein Einzelfall: Milliardäre wie Carl Icahn (Icahn Enterprises), der Hongkong-Tycoon Li Ka-shing (Cheung Kong, Hutchison Whampoa) oder die schwedische Industriellenfamilie Wallenberg (Investor AB) sind ebenfalls Meister ihres Fachs, wenn es darum geht, nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle zu moderaten Preisen zu identifizieren.
Mit einem neuen Indexzertifikat der UBS (ISIN: DE000UBS1SV7) können Anleger all diese Superinvestoren für sich arbeiten lassen. Der zugrunde liegende Value-Investoren-Index von Structured Solutions enthält Aktien der 14 bedeutendsten Beteiligungsgesellschaften, die den wertorientierten Anlagestil pflegen.
Neben der Gewissheit, mit der Crème de la Crème der Börsianer zu investieren, bietet der Index auch eine Versicherung gegen die Auswüchse der Eurokrise. Acht der 14 Indexwerte sind in den USA und Kanada ansässig, der Rest ist gut über die Welt verteilt. Nur eine, die Groupe Bruxelles Lambert des belgischen Barons Albert Frére, hat ihren Sitz in Euroland.
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