17.12.2012 14:00
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120 Prozent Gewinn mit Short-Position auf RWE möglich!

Ingmar Königshofen-Kolumne: 120 Prozent Gewinn mit Short-Position auf RWE möglich! | Nachricht | finanzen.net
Ingmar Königshofen Kolumne
Ingmar Königshofen
Die Aktionäre des Stromversorgers hatten in den letzten Jahren keine Freude mit ihrem Investment.
Allerdings konnte sich das Papier seit dem Herbst des vergangenen Jahres durchaus vom vorausgegangenen Einbruch erholen. In den letzten Wochen hat sich die Situation aber wieder deutlich eingetrübt, so dass ein abermaliger Rücksetzer nicht wirklich überraschen sollte. Wir haben uns daher heute zu einer Strategie entschieden, mit welcher auch bei fallenden Notierungen der RWE-Aktie ein Gewinn möglich ist!

Die Aktionäre des Stromversorgers hatten in den letzten Jahren keine Freude mit ihrem Investment. Allerdings konnte sich das Papier seit dem Herbst des vergangenen Jahres durchaus vom vorausgegangenen Einbruch erholen. In den letzten Wochen hat sich die Situation aber wieder deutlich eingetrübt, so dass ein abermaliger Rücksetzer nicht wirklich überraschen sollte. Wir haben uns daher heute zu einer Strategie entschieden, mit welcher auch bei fallenden Notierungen der RWE-Aktie ein Gewinn möglich ist!

Viele Analysten rechnen aktuell nicht damit, dass die Strompreise in Europa deutlich angehoben werden. Vielmehr sind die Schätzungen teilweise sogar klar nach unten korrigiert worden. Davon ist in besonderem Maße auch RWE betroffen. Das Unternehmen hat weiterhin mit einer Finanzierungslücke von rund fünf Mrd. Euro zu kämpfen. Um die Bonitätsnote zu halten und damit die Refinanzierung nicht weiter zu verteuern, könnte beispielsweise auch eine Streichung der Dividende überdacht werden. Dies dürfte aber besonders den Aktionären sauer aufstoßen, deren Trostpflaster während des Kurseinbruchs der vergangenen Jahre einzig die bislang attraktive Dividende war. Wird die Dividende gestrichen, könnte dies ein Impuls für eine weitere Abschwächung darstellen.

Analysten korrigieren Gewinnschätzungen!

Die sinkenden Strompreise sowie der Druck der Regulierungsbehörden dürften sich klar im Gewinn von RWE niederschlagen. Damit wurden die Gewinnschätzungen von einigen Analysten bereits deutlich reduziert, womit die fundamentale Situation nicht mehr ganz so günstig erscheint.

RWE (Tageschart in Euro):

Technisch schwer angeschlagen!

Aus technischer Sicht konnte sich der Titel seit dem Tief im Herbst 2011 klar erholen, ist aber nach einem ausgedehnten Kampf im September und Oktober am langfristigen Abwärtstrend gescheitert. Im Zuge des darauf folgenden Rücksetzers wurde auch der 2011 gestartete Aufwärtstrend klar unterschritten, was ein weiteres Verkaufssignal darstellt! Aktuell befindet sich das Papier noch in einer Seitwärtstendenz, die sich aber durchaus als Konsolidierung innerhalb eines (begonnenen) Abwärtstrends darstellen könnte. Nach unten hin dürfte weitere Abwärtsdynamik aufkommen, sollte das Papier das bisherige Tief vom Dezember bei rund 30,80 Euro signifikant unterschreiten. Nach oben bietet die Obergrenze der kurzfristigen Seitwärtstendenz hingegen den ersten widerstand in der Region um etwa 32,50 Euro, so dass sich ein Stoppkurs für eine Short-Position knapp darüber anbietet.

Strategie: Short auf aktuellem Niveau

Im Hinblick auf einen beginnenden Abwärtstrend nach der Erholungstendenz der vergangenen Monate bietet sich eine Short-Position auf aktuellem Niveau an. Um das Risiko einzugrenzen scheint aktuell ein Stoppkurs in der Aktie bei etwa 32,60 Euro sinnvoll. Sollte der Titel in den kommenden Tagen das bisherige Dezember-Tief klar unterschreiten, dürfte weitere Abwärtsdynamik aufkommen. In den kommenden Wochen halten wir zunächst einen Rücksetzer bis zum Zwischentief vom Sommer bei rund 28 Euro, im weiteren Verlauf bis etwa 26 Euro für möglich. Sollte auch der dort verlaufende Support nicht halten, ist sogar ein Rückgang bis zum Tief von 2010 bei etwa 21 Euro nicht mehr auszuschließen.





Interessenkonflikt
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Es gelten die AGB und die Datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.boerse-daily.de.

Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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