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01.10.2012 16:46

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INGMAR KÖNIGSHOFEN-KOLUMNE

Aixtron: Wann kommt die Rallye?

AIXTRON zu myNews hinzufügen Was ist das?


Das Verbot der Glühlampe in der EU ruft die Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Angeblich stammt der Plan von den Lampenherstellern, die damit die weit margenträchtigeren Energiesparleuchten am Markt etablieren wollen.

An solchen Spekulationen beteiligen wir uns nicht. Fakt ist aber, dass die bewährte Glühlampe aus den Verkaufsregalen verschwinden wird. Nicht geklärt ist, wer die Nachfolge antritt. Wir glauben nicht, dass die Energiesparlampen ein passender Ersatz sind. Zu groß sind die Nachteile: Vor allem die Verwendung des hochgiftigen Quecksilbers, das schon mehrfach zu schweren Unfällen geführt hat, halten wir für kritisch. Dazu empfinden die meisten Menschen das Licht als unangenehm. Und in Tests haben die Lampen bei weitem nicht die Lebensdauer erreicht, die die Hersteller versprechen. Am schwersten wiegt aber eine potenzielle Alternative, die alle diese Nachteile nicht aufweist: LEDs.

Deren Siegeszug wird bislang einzig vom hohen Preis gebremst. Allerdings dürften die Preise wie bei allen neuen Technologien schnell purzeln, wenn erst einmal der Massenmarkt erreicht ist. Bislang kommen LEDs vor allem bei der Hintergrundbeleuchtung von Fernsehern zum Einsatz, in der Beleuchtung von Gebäuden spielen sie faktisch keine Rolle.

Profiteur des LED-Booms

Einer der Profiteure des abzusehenden Booms ist Aixtron. Das in Aachen ansässige Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Produktionsanlagen für LEDs und andere Verbindungshalbleiter. Als Spezialanlagenbauer bewegt man sich in einem sehr schwankungsanfälligen Markt, dessen Bewegungen zuletzt aber wenig von der allgemeinen Konjunktur abhingen. So schnellten die Erlöse bei dem TecDAX-Konzern in den Jahren 2007 bis 2010 trotz Finanzkrise massiv in die Höhe, gehen seither aber wieder zurück. Besonders deftig fiel der Rückgang im ersten Halbjahr 2012 aus, wo die Erlöse um 77 Prozent auf 88,1 Millionen Euro einbrachen. operativ rutschte Aixtron mit 34,7 Millionen Euro in die Verlustzone. Die LED-Hersteller hielten sich aufgrund von Überkapazitäten im bisherigen Jahresverlauf mit Aufträgen zurück.

Schwer berechenbar

Die Geschäftsentwicklung bei Aixtron war schon immer schwer berechenbar. Wir glauben aber an die LED als Leuchtmittel der Zukunft und halten die Aktie daher zumindest auf mittlere Sicht für hochattraktiv. Der letzte Aufwärtszyklus trieb die Notierung über die Marke von 30 Euro. Solche Niveaus halten wir durchaus auf Sicht von zwei bis drei Jahren wieder für möglich. Ein Einstieg ist aber riskant, weil sich auch im zweiten Quartal in den Auftragseingängen noch keine Besserung abgezeichnet hat. In der Vergangenheit hatte die Aktie solche Verbesserungen aber stets vorweg genommen. Trotz der mittelfristig guten Perspektiven kam die Aktie in den vergangenen Tagen kräftig unter Druck und büßte über zehn Prozent an Wert ein. Eine Korrektur am Gesamtmarkt könnte die Notierung noch etwas drücken. Allzu stark sollte es aber nicht abwärts gehen. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 83 Prozent sichert den Wert nach unten ab. Wir legen uns auf die Lauer, warten mit einem Einstieg aber noch ab.

FAZIT: Die Aktie ist für heftige Bewegungen bekannt. So hat sie sich von Anfang 2009 innerhalb von gut zwei Jahren verzehnfacht. Seither ging es wieder zwei Drittel abwärts. Trotz der kräftigen Verluste der letzten Tage sieht es noch nach einer Bodenbildung aus. Bei einem Siegeszug der LED ist ein neuerlicher Schub fast sicher. Fraglich ist nur, wann es los geht.

STRATEGIE: Mittelfristig ist ein Investment interessant. Mit einem Wave Unlimited Call (WKN DE1K53) können risikobereite Anleger, die vom weiteren Anstieg der Aktie von Aixtron ausgehen, mit einem sanften Hebel von 3,03 überproportional an der Fortsetzung der Bewegung profitieren. Der Abstand zum Basispreis (akt. 7,56 Euro) beträgt dabei derzeit knapp über 25%. Ein Einstieg in diese Position bietet sich unter Beachtung eines verlustbegrenzenden Stoppkurses bei 9,20 Euro im Basiswert an. Setzt sich der Aufwärtstrend unter Bestätigung der 10-Euro-Marke als Unterstützung fort, könnte sich daraus ein Potenzial bis in den Bereich 15,00 Euro (Kurschance mit Wave Unlimited Call: ca. 150%) und auf mittlere Sicht sogar bis in den Bereich um 20 Euro (Kurschance mit Wave Unlimited Call: ca. 300%) ergeben.

Wave Unlimited Call
WKN: DE1K53
Emittent: Deutsche Bank
Basiswert: Aixtron
Basispreis: 7,56 Euro
Barriere: 7,56 Euro
Geld-/Briefkurs: 0,33/0,34 Euro
Laufzeit: Open End
Kursziel: 0,85 Euro (150%) & 1,36 Euro (300%)

Erklärung nach § 34b Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) Interessenkonflikt Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.
Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

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Es gelten die AGB und die Datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.boerse-daily.de.

Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

Hellcat schrieb:
Wertung: 5/5

01.10.2012 20:12:26

Hervorragender Artikel. Ich war seit langem auf der Suche nach einem geeigneten LED-Hersteller, da die LED Technik ohne Frage die einzige Technik ist, die wirtschaftlich und verbrauchspraktisch effizient ist. Vielen Dank für die Analyse.

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