07.01.2013 14:37
Bewerten
 (4)

Mittelfristige 139 Prozent mit Deutscher Bank

Ingmar Königshofen Kolumne

Ingmar Königshofen
Die Aktie der Deutschen Bank wurde zuletzt unter anderem durch die negative Berichterstattung in den Medien gedrückt.
Ob es nun Unregelmäßigkeiten beim Handel mit CO2-Zertifikaten oder das Geschehen um die Pleite des Kirch-Medienkonzerns oder auch die Untersuchungen im Hinblick auf die Manipulationen des Interbankenzinssatzes LIBOR – es gab genügend Einflussfaktoren, welche den Anstieg des Bankentitels eingegrenzt hatten. Zum Wochenauftakt zeigt sich das Papier aber als klarer Gewinner im DAX und setzt sich damit deutlich von der ersten Reihe der Standard-Titel ab. Damit ergibt sich eine interessante Trading-Gelegenheit!

Die Deutsche Bank hat sich - wie auch viele andere Finanzinstitute - seit dem Beginn der Finanzkrise mit einer Vielzahl von Untersuchungen durch Gerichte und Aufsichtsbehörden auseinandersetzen müssen. Die sich daraus ergebenden Einmalbelastungen sind zwar nur schwer kalkulierbar, dürften aber die fundamentale Bewertung des operativen Geschäfts aus aktueller Sicht nicht nachhaltig berühren.

Positiv auf den Aktienkurs der Deutschen Bank hat sich zum Wochenauftakt der Beschluss des Baseler Ausschlusses für Bankenaufsicht ausgewirkt. Demnach haben die Finanzinstitute vier Jahre mehr Zeit, ihre Liquiditätspuffer aufzufüllen. Wenngleich die Bankentitel davon insgesamt profitieren können, kann sich die Aktie der Deutschen Bank noch einmal klar auch innerhalb der Branche nach oben absetzen.

Deutsche Bank (Tageschart in Euro):

Technisches Kaufsignal!

Mit dem Überwinden des langfristigen Abwärtstrends zum Wochenauftakt hat die Aktie der Deutschen Bank zum Wochenauftakt ein technisches Kaufsignal generiert, das auf eine Fortsetzung der freundlichen Tendenz hindeutet. Ohnehin hat der Titel unterhalb des Abwärtstrends in den vergangenen Wochen genügend Kraft für einen weiteren Anstieg gesammelt. Als nächstes Kursziel rückt nun das Hoch des vergangenen Jahres bei rund 40 Euro ins Visier. Sollte auch dieses überwunden werden, dürfte einem Vordringen bis in den Bereich um etwa 50 Euro nichts im Wege stehen. Allerdings ist nach einem langfristigen Trendbruch häufig eine so genannte "Pullback-Reaktion" zu beobachten, so dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass der Titel nach einem Anstieg in Richtung 40 Euro noch einmal in die Region um etwa 35 Euro zurückfällt, um diese dann als Unterstützung zu bestätigen.

Strategie

Mit einem Mini Future Long (WKN NG0MBP) können risikobereite Anleger, die von einem weiteren Anstieg der Aktie der Deutschen Bank ausgehen, mit einem Hebel von aktuell 3,50 überproportional an der Aufwärtsbewegung profitieren. Der Einstieg in eine solche Position bietet sich stets unter Beachtung eines verlustbegrenzenden Stoppkurses an. Dieser kann bei etwa 33,90 Euro im Basiswert platziert werden (der umgerechneten Stoppkurs ist in der unten stehenden Tabelle aufgeführt). In einem positiven Marktumfeld könnte sich mit einer einsetzenden Kurserholung Potenzial bis auf rund 50 Euro in den kommenden Wochen (Kurschance Mini Long: ca. 139%) ergeben.

Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.
Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss:
Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group gestattet.

Es gelten die AGB und die Datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.boerse-daily.de.

Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Aktionäre strafen Chefs ab
Die Aktionäre der Deutschen Bank haben am Donnerstag auf der Hauptversammlung dem Führungsduo die gelbe Karte gezeigt.
22.05.15
22.05.15
22.05.15
Shareholders' Rebuke Pressures Deutsche Bank CEOs to Perform (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.05.2015Deutsche Bank overweightJP Morgan Chase & Co.
14.05.2015Deutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS
08.05.2015Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
06.05.2015Deutsche Bank neutralCredit Suisse Group
06.05.2015Deutsche Bank NeutralUBS AG
19.05.2015Deutsche Bank overweightJP Morgan Chase & Co.
05.05.2015Deutsche Bank overweightJP Morgan Chase & Co.
28.04.2015Deutsche Bank overweightJP Morgan Chase & Co.
27.04.2015Deutsche Bank kaufenDZ-Bank AG
27.04.2015Deutsche Bank overweightJP Morgan Chase & Co.
06.05.2015Deutsche Bank neutralCredit Suisse Group
06.05.2015Deutsche Bank NeutralUBS AG
04.05.2015Deutsche Bank HoldKepler Cheuvreux
30.04.2015Deutsche Bank HaltenIndependent Research GmbH
28.04.2015Deutsche Bank NeutralNomura
14.05.2015Deutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS
08.05.2015Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
29.04.2015Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.04.2015Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
27.04.2015Deutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Deutsche Bank AG Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Dow Jones im Minus -- Kommt Apples neues iPhone früher als erwartet? -- Ifo-Geschäftsklima sinkt erstmals seit sieben Monaten -- Deutsche Bank im Fokus

US-Anleihen: Überwiegend schwächer nach Verbraucherpreisen und Yellen-Aussagen. Kein Ende der Debatte über Kohleabgabe in Sicht. Wintershall soll Interesse an Öl- und Gasassets in Libyen haben. Erneuter Streik der Amazon-Mitarbeiter in Leipzig. Fed-Chefin Yellen hält sich bei Zinswende weiter bedeckt. Bayer-Chef will Staatsgelder für Antibiotika-Forschung. IPO: Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse. EnBW will Windenergiefirma Prokon für 550 Millionen Euro übernehmen.
Titans

Diese Städte stellen die attraktivsten Märkte in Europa dar.

Diese Firmen zahlen Amerikas höchste Gehälter

Umfrage

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger spricht sich für die Abschaffung des Bargelds aus. Was halten Sie von diesem Vorschlag?