14.01.2013 15:20
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+140 Prozent mit fallender RWE-Aktie möglich!

Ingmar Königshofen Kolumne

Ingmar Königshofen
Die Risiken bei den Versorgern bleiben weiterhin hoch. So ist der politische Einfluss...
... nur ein Punkt, der auch künftig etwas auf den Kurs der Aktie von RWE drücken könnte. Ein hoher Strompreis und ein Wahljahr ist eine Konstellation, die nicht unbedingt Euphorie für Versorgeraktien aufkommen lässt. Speziell RWE ist zudem auch noch technisch angeschlagen!

Vermeintlich günstig?

Wenngleich der Ausblick auf die Unternehmenszahlen eingetrübt ist, zeigt sich auf den ersten Blick doch eine günstige Bewertung. Mit einem KGV14e von aktuell 7,6 und einer Dividendenrendite von 6,8 Prozent ist das Papier sicherlich nicht teuer. Allerdings war es das auch nicht, als die Aktie noch fast doppelt so hoch stand.

Charttechnisch schwer angeschlagen!

Besonders trübe sieht die Situation aktuell mit Blick auf den Chartverlauf auf. So hat das Papier zwar seit Mitte 2011 einen mittelfristigen Aufwärtstrend ausgebildet, diesen aber in den letzten Wochen des vergangenen Jahres klar unterschritten. Zuvor war der Kurs im Herbst 2012 am langfristigen Abwärtstrend gescheitert. Seit dem Unterschreiten des zuvor genannten Aufwärtstrends hat sich in den letzten Wochen eine Seitwärtstendenz offenbart, bei welcher der Titel immer wieder in der Region um rund 31 Euro nach oben abdrehen konnte. Zum Ende der vergangenen Woche wurde nun dieser Unterstützungsbereich unterschritten, so dass man sich in den kommenden Wochen auf weiter schwächere Notierungen einstellen sollte.

RWE (Tageschart in Euro):

Fazit

Zunächst rückt das Zwischentief vom Sommer des vergangenen Jahres in den Blickpunkt, das bei etwa 28 Euro die nächste Unterstützung markiert. Würde auch dieser Support unterschritten, ergibt sich weiteres Korrekturpotenzial bis zum Tief des vergangenen Jahres bei etwa 26 Euro. Allerdings kann bei kräftiger Abwärtsdynamik dann auch ein Rückgang bis zum Tief vom Spätsommer 2011 bei etwa 21 Euro nicht mehr ausgeschlossen werden.

Nach oben hin sollte sich der ehemalige Unterstützungsbereich um rund 31 Euro nun als Widerstand erweisen, weshalb sich für eine Short-Position eine Absicherung knapp über diesem Niveau anbietet.

Strategie: Short auf aktuellem Niveau!

Für das vorgestellte Korrekturszenario bietet sich eine Short-Strategie mit dem unten vorgestellten Schein auf Höhe des aktuellen Kursniveaus an. Der Schein notiert derzeit in Frankfurt/Scoach bei 0,62 Euro. Um das Risiko einzugrenzen, scheint ein eine Absicherung in der Aktie bei etwa 31,20 Euro sinnvoll, was einem Kurs des Scheins von 0,43 Euro entspricht.

Interessenkonflikt
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Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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