29.08.2012 06:00
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Hausse im Land der Kiwis

Hausse im Land der Kiwis
Neuseeland
Neuseeland: Hohe Preise für Agrarrohstoffe und eine Sonderkonjunktur nach den schweren Beben von 2010 und 2011 stützen die Wirtschaft. Auch die Währung strotzt vor Stärke.
€uro am Sonntag

von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal

Während hierzulande die Eurokrise die Schlagzeilen dominiert, interessiert das die Menschen am anderen Ende der Welt allenfalls am Rand: Die neuseeländische Wirtschaft befindet sich auf solidem Wachstumskurs. Fürs laufende Jahr gehen Analysten von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von rund vier Prozent aus.

Selbst die schweren Erdbeben der Jahre 2010 und 2011 brachten die Wirtschaft nicht nachhaltig unter Druck. Der Wiederaufbau sorgte sogar für eine Sonderkonjunktur. Nun aber droht eine neuerliche Natur­katastrophe: Der Vulkan Mount Tongariro ist erstmals seit 1897 wieder aktiv geworden. Air New Zealand musste bereits einige Inlandsflüge absagen. Größere Schäden — vor allem in der Landwirtschaft — sind bislang allerdings nicht entstanden.

Das ist wichtig, denn Neuseelands Wirtschaft ist von den Exporten seiner Agrargüter abhängig. Hier sorgt die Dürre in weiten Teilen der USA für steigende Preise — und damit auch für die Aussicht auf ansehn­liche Deviseneinnahmen.

Freilich gibt es auch Probleme. So wies die Handelsbilanz im ersten Quartal ein Defizit aus. Und auch bei den Arbeitslosenzahlen war ein kleiner Anstieg zu verzeichnen. Mit einer Quote unterhalb von sieben Prozent ist dieses Problem jedoch kalkulierbar. Das zumindest suggeriert das freundliche Börsenklima. Auf Zweijahressicht gewann der MSCI-New-Zealand-TR-Index rund ein Viertel an Wert. Und seit Jahresbeginn beträgt das Plus 13,6 Prozent.

Allerdings ist der Aktienmarkt relativ gering kapitalisiert. Das zeigt sich auch an der Zusammensetzung des MSCI-Barometers, das nur aus fünf Werten besteht. Über ein Zertifikat der Royal Bank of Scotland (ISIN: DE 000 AA2 09B 4) ist der Index handelbar. Da das Papier nicht währungsgesichert ist, sorgte die Stärke des Neuseeländischen Dollar für Zusatzgewinne: Das in Euro denominierte Zertifikat legte seit Jahresbeginn um rund 23,5 Prozent zu.

Gut gemischt
Schwergewicht im Index ist mit 33,2 Prozent die Telecom Corp. New Zealand. Es folgen Fletcher Building (27,9 Prozent), Auckland International Airport (14,6 Prozent), Sky City Entertainment (13,6 Prozent) und Contact Energy (10,8 Prozent).

Auch wenn es unmöglich ist, eine Volkswirtschaft mit fünf Werten abzubilden, bietet der Index immerhin eine Streuung über ebenfalls fünf Branchen. Und mit Fletcher Building ist auch eine Baufirma dabei, die von der Erdbeben-Sonderkonjunktur profitiert.

Bildquellen: Christiaan Briggs, Antony McAulay / Shutterstock.com

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