19.12.2012 12:15
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Nintendo - wird die neue Konsole die Wende bringen?

Nintendo ist einer der größten Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen.
Vontobel
Nintendo - wird die neue Konsole die Wende bringen?

Nintendo ist einer der größten Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen. Bekannt wurde das japanische Unternehmen vor allem durch die tragbare Konsole "Gameboy" und verschiedene Spielserien mit Charakteren wie Super Mario oder Donkey Kong. Als das Unternehmen im Jahre 1889 gegründet wurde, war an Videospiele jedoch noch nicht zu denken. Damals stellte die Nintendo Co Ltd. zu Beginn ausschließlich japanische Spielkarten her. In den 1970ern, als technologiebedingt der Markt für Videospiele sich zu entwickeln begann, widmete sich das Unternehmen schließlich der Herstellung von Konsolen und entsprechender Spiele. Heute betreibt das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im japanischen Kyoto hat, Zweigstellen in den USA und Europa und beschäftigt insgesamt mehr als 4.500 Mitarbeiter.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Nintendo umgerechnet einen Umsatz von rund 7,9 Mrd. USD und musste einen operativen Verlust von etwa 455 Mio. USD verbuchen. Das Unternehmen schrieb damit zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder rote Zahlen. Diese wirkten sich auch auf den Aktienkurs aus, welcher im vergangenen Jahr rund ein fünftel seines Wertes einbüßen musste. Der Grund für das Ergebnis waren u.a. zunächst preisbedingt schleppende Absatzzahlen der tragbaren Konsole "3DS", welche nach einer Preisreduzierung jedoch zulegen konnten. Hinzu kam ein gegenüber dem Euro und dem US-Dollar starker Yen.

Nun könnte eine neue Konsole Hoffnung auf einen Weg aus der Krise bringen. Die Neuerscheinung heißt Wii U und ist der Nachfolger der Konsole Wii, welche in 2006 erschienen war. Letztere hatte vor sechs Jahren das Videospielerlebnis für Zuhause revolutioniert. Die Steuerung der Aktionen im Spiel wurde nämlich auf das Bedienen weniger Tasten reduziert und dafür erkannte das Gerät Bewegungen der Spieler durch einen neuartigen Bewegungssensor. Damit erreichte Nintendo damals, dass neben eingefleischten Zockern nun auch Gelegenheitsspieler angesprochen wurden. Die ganze Familie konnte mitspielen. Darüber hinaus machte die Erweiterung Wii Fit das Wohnzimmer zur Sportstätte. Der Nutzer verwendet dabei den Platz vor dem TV-Gerät ähnlich wie früher bei "Telegym" für Gymnastikübungen und andere Sportarten. Damit hatte das Unternehmen mit der Wii laut eigenen Aussagen bewusst ein differenziertes Produkt auf den Markt gebracht, welches nicht in direkter Konkurrenz mit Konsolen anderer Hersteller wie der Sony Playstation oder Microsoft Xbox stehen soll. Mit der neuen Konsole Wii U soll nun ein weiterentwickeltes Produkt auf dem Markt erschienen sein. Die entsprechende Wii Fit U-Version wird es dann in 2013 auch geben.

Die Meinungen der Analysten darüber, ob Nintendo mithilfe der neuen Konsole wieder erhöhte Umsatzzahlen, oder besser noch, operative Gewinne erwirtschaften können werde, sind verschieden. Der Markt für Videospiele sei laut Statistiken im Zeitraum von April bis September dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 11% gewachsen. Zudem werden die Wettbewerber Sony und Microsoft mit ihren neuen Konsolen wohl erst im Winter nächsten Jahres auffahren. Dies könnte ein Vorteil für Nintendo sein, wenn die Konsumenten nicht so lange warten möchten.

Darüber hinaus schien der Verkaufsstart der Wii U in den USA im vergangenen Monat mit rund 425.000 verkauften Einheiten innerhalb einer Woche gut gelaufen zu sein. Die Regale seien Medienberichten zufolge relativ schnell leer gewesen. Allerdings sei im vergangenen Gesamtmonat Microsoft mit 1,26 Mio. Einheiten seiner vor sieben Jahren erschienenen Konsole "Xbox 360" erneut die Nummer eins unter den Herstellern gewesen.

Hierbei sollte man jedoch beachten, dass Nintendo und Co. an ihren Konsolen meist kein Geld verdienen und diese Geräte im Bereich der Herstellungskosten verkauft werden. Das meiste Geld bringen die Spiele, welche der Konsument zur Konsole hinzukauft. Doch auch im Softwareverkauf habe Microsoft mit einem Marktanteil von rund 50% im vergangenen Monat die Nase vorn gehabt. Demnach bleibt abzuwarten, wie sich für Nintendo die Verkaufszahlen im Softwarebereich entwickeln werden und ob die neue Konsole die Softwareumsätze ankurbeln kann.

Bezüglich der Videospiele sehen einige Analysten zudem das Spieleangebot auf Smartphones und Tablet PCs als ernstzunehmende Konkurrenz für Nintendo. Der Konsolenhersteller sollte daher den Konsumenten idealerweise ein Produkt bieten, was mehr kann als die Angebote der Wettbewerber. Die Frage würde lauten, ob es Nintendo schaffen kann, dass der Kunde bereit ist, sowohl für seine Hardware als auch Software einen hohen Preis zu bezahlen. Mit "Nintendo TVii", eine Funktion, mit der auch die Koordination und Steuerung des Fernsehprogrammes angenehmer und fortschrittlicher gestaltet werden soll, könnte Nintendo auf diese Frage bereits eine Antwort haben. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Funktionen letzten Endes laufen werden wie versprochen.

Für das Ende des Fiskaljahrs, welches im März 2013 endet, plane das Unternehmen jedenfalls, ingesamt 5,5 Mio. Einheiten der neuen Konsole abgesetzt zu haben und 24 Mio. Einheiten an entsprechender Software. Zusammen mit den Verkäufen aus anderen Produkten erwarte man damit einen Umsatz von umgerechnet 9,66 Mrd. USD und einem Betriebsgewinn von 238 Mio. USD.

Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von Nintendo von vielen Einflussfaktoren abhängig sind, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Vor allem der starke Wettbewerb im Spiele- und Tabletmarkt kann zu starken Marktbewegungen führen. Des Weiteren sind vor dem Hintergrund des internationalen Geschäfts Wechselkursrisiken zu beachten und insbesondere, dass die in EUR notierten Produkte den Schwankungen des EUR/JPY-Wechselkurses ausgesetzt sind. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft.

Bei einem aktuellen Kurs von 8.950 JPY bewerten derzeit 5 Analysten bei Bloomberg die Nintendo-Aktie mit "KAUFEN" und 12 Analysten mit "HALTEN". 4 Analysten setzen Nintendo auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 10.555 JPY.


Call-Optionsschein auf Nintendo Co Ltd.
Basiswert Nintendo Co Ltd.
Typ Call
WKN / ISIN VT7B02 / DE000VT7B022
Basispreis 9.000,00 JPY
Ausgabetag 11.12.2012
Bewertungstag 21.06.2013
Bezugsverhältnis 100 : 1
Hebel* 4,45

Put-Optionsschein auf Nintendo Co Ltd.
Basiswert Nintendo Co Ltd.
Typ Put
WKN / ISIN VT6FCZ / DE000VT6FCZ0
Basispreis 9.000,00 JPY
Ausgabetag 17.09.2012
Bewertungstag 21.06.2013
Bezugsverhältnis 100 : 1
Hebel* 3,76
*) Stand: 18.12.2012

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