15.01.2013 09:30
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Semperit: Gelegenheit made in Austria

Semperit: Gelegenheit made in Austria
Österreich
Spezialwerte: Semperit expandiert und steht daher vor einem Übergangsjahr. Anleger setzen am besten auf ein Discountzertifikat mit fast sechs Prozent Maximalrendite.
€uro am Sonntag

von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal

Der Wiener Aktienindex ATX ist mit kräftigen Kursgewinnen ins neue Jahr gestartet. Semperit dagegen, österreichischer Hersteller von Kunststoffen und Kau­tschukprodukten, kann da nicht recht mithalten. Das Unternehmen spürt die Konjunkturschwäche weltweit und vor allem in einigen europäischen Nachbarländern.

Der Gewinnrückgang hat sich im dritten Quartal beschleunigt. Das operative Ergebnis knickte von Juli bis September um mehr als zwölf Prozent auf 20,2 Millionen Euro ein. Der Quartalsgewinn lag gar 24 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Für das vierte Quartal gibt sich das Management daher sehr zurückhaltend. Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld rechnet man nicht mit einer raschen Belebung der Nachfrage. Genaue Daten werden wohl erst bei der Vorstellung des Jahresabschlusses am 21. März bekannt gegeben. Frühestens im zweiten Quartal 2013 könnte dann aber „eine posi­tive Dynamik eintreten“.

Langfristig hält das Unternehmen aber an optimistischen Zielen fest. Von 2010 bis einschließlich 2015 will man beim Umsatz zweistellig wachsen, die Ebit-Marge soll etwa zehn Prozent erreichen.
Schaffen will man das auch mit Zukäufen. Semperit hat gerade erst 47,3 Prozent der malaysischen Latexx Partners Berhad übernommen, einen der größten dortigen Produzenten von medizinischen Handschuhen. Der Neuerwerb erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 104 Millionen Euro und ein Ebit von 16 Millionen Euro. Durch den Zusammenschluss gewinnen die Österreicher nicht nur Produktionskapazitäten, sie steigen zudem zum weltweit zweitgrößten Produzenten für medizinische Gummihandschuhe auf. Weltmarktanteil: rund zwölf Prozent. Allerdings wird es wohl eine gewisse Zeit brauchen, bis sich der Deal rechnet. Denn die Übernahme hat 152 Millionen Euro gekostet.

Die Analysten sehen das Jahr 2013 daher als Übergangszeit. Entsprechend zurückhaltend fallen die aktuellen Beurteilungen aus: Nur zwei Häuser setzen den Titel auf die Empfehlungsliste, vier Analysten beurteilen ihn mit „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 34,88 Euro auf Sicht von zwölf Monaten.

Angesichts der verhalten optimistischen Prognosen bietet sich ein Bonus-Cap-Zertifikat von RCB an (ISIN: AT 000 0A0 T9Q 0). Es bietet bis Juli eine Maximalrendite von 5,8 Prozent, sofern die Aktie nicht unter 25 Euro fällt. Der Sicherheitspuffer liegt bei 20,3 Prozent, der Cap bei 35 Euro, also knapp über Kursziel.

Bildquellen: Abel Tumik / Shutterstock.com

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