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05.07.2010 10:08

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REVERSE-BONUSZERTIFIKATE

Profit in jeder Richtung



Wer einen volatilen Seitwärtsmarkt erwartet, kann auf Reverse-Bonuszertifikate setzen
Abwärts, seitwärts, leichtes Plus – Reverse-Bonuszertifikate haben Hochkonjunktur: Mit diesen Produkten setzen Anleger auf fallende Kurse, Gewinne gibt es aber sogar noch bei leicht steigenden Börsen.

von Georg Pröbstl, Euro am Sonntag

Neuer Dämpfer für den Markt: Nachdem vergangene Woche der Frühindikator der Schwebenden Hausverkäufe in den USA im Mai mit 30 Prozent doppelt so stark in den Keller rutschte wie von Analysten erwartet, verlieren immer mehr Anleger die Nerven, steigen aus und parken ihr Geld an der Seitenlinie. Immerhin erwarten viele Börsianer kurz- bis mittelfristig auch Rückschläge im DAX auf bis etwa 5300 Punkte oder sogar noch darunter.

Wer sein Geld parkt, kann zwar nichts verlieren, aber auch nichts verdienen. Denn Festverzinsliche sind mit ihren niedrigen Renditen von kaum über zwei Prozent im Jahr seit geraumer Zeit wenig attraktiv. Wer weiterhin einen volatilen Seitwärtsmarkt – eher mit fallender Tendenz – erwartet, der kann aber auch in dieser Lage profitieren. Konkret mit Reverse-Bonuszertifikaten. Mit diesen Produkten setzen Anleger zwar auf fallende Kurse, Gewinne gibt es hier aber sogar noch bei leicht steigenden Börsen. Bei einem Zertifikat auf den DAX erhalten Anleger dann einen Bonus, wenn der Index während der gesamten Laufzeit des Zertifikats eine bestimmte Schwelle nicht erreicht. Überschreitet der Markt allerdings diese Barriere, erlischt das Recht auf die Bonuszahlung, und der Wert des Zertifikats verhält sich dann in umgekehrter Abhängigkeit vom Index. Je nach eigener Markteinschätzung können Anleger mit Reverse-Bonuszertifikaten schön an der Rendite- und Risikoschraube drehen.

Beispiel 1: Das Reverse-Bonuszertifikat von BNP Paribas (ISIN: DE 000 BN4 DXF 8) hat seine Barriere bei 8000 Punkten. Erreicht der Index bis zum Ende der Laufzeit am 16. Dezember 2011 niemals die Barriere, erhalten Anleger einen Bonusbetrag von 71 Euro je Zertifikat. Zum Kurs von 64,30 Euro ergibt sich damit eine Bonusrendite von 10,1 Prozent in 18 Monaten oder 6,9 Prozent im Jahr. Fällt der DAX zum Laufzeitende sogar unter den Bonuskurs von 4100 Punkten, dann sind auch höhere Gewinne drin. Beispiel 2: Wer skeptischer ist und damit rechnet, dass der DAX bis 9. September 2011 kein einziges Mal auf 7500 Punkte klettert, der greift zum Reverse-Bonuszertifikat von Unicredit (ISIN: DE 000 HV5 BMS 9). Hier sind schon in 15 Monaten zehn Prozent Bonusrendite drin – acht Prozent pro Jahr. Rutscht der DAX zum Laufzeitende unter den Bonuskurs von 4750 Punkten, dann winken auch hier höhere Profite.

Bildquellen: Mario Servidio

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