Brent-Rohöl: Attraktive Bonuschancen
Noch Ende Juni sah es so aus, als sollte der Ölpreis tief in den Keller rutschen. Die Sorte Brent war für weniger als 90 US-Dollar pro Barrel erhältlich. Die Gründe für den Preissturz lagen auf der Hand: eine schwächelnde Konjunktur in der Eurozone, keine signifikante Erholung der US-Wirtschaft und sinkende Wachstumsraten in China.
Gleichzeitig zeigte sich das geopolitische Umfeld recht stabil. Die Situation in Libyen hatte sich beruhigt, hinzu kam ein Überangebot. So holt die Gemeinschaft der Erdöl exportierenden Staaten (OPEC) derzeit mehr Öl aus den Böden, als benötigt wird. Vor allem im Zusammenhang mit einer massiven Verschärfung der Eurokrise wurden bereits Ölpreise von bis zu 50 Dollar prognostiziert.
Doch die Analysten hatten ihre Rechnung ohne das politische Umfeld gemacht. So sorgten bereits zum Ende der Vorwoche die Beschlüsse des EU-Gipfels für leicht anziehende Ölpreise. Die Post ging dann aber zum Wochenauftakt ab: Zunächst waren es die Ankündigungen der Notenbanken, notfalls weitere Zinssenkungen durchzuziehen.
Der tatsächliche Grund für einen Anstieg des Preises der Sorte Brent bis in den Bereich über die 100-Dollar-Marke ist jedoch im Iran zu finden. Der Atomstreit mit den westlichen Industrienationen verschärft sich. Aktuell sieht es so aus, als ob die Situation am Persischen Golf unsicher bleiben könnte. So haben die USA ihre Militärpräsenz in der Region erhöht.
Mit dem heftigen Auf und Ab der Preise haben sich die Konditionen für Bonuszertifikate verbessert. Da sind auch bei Produkten mit größeren Risikopuffern sehr ansehnliche Renditen drin. Ein perfektes Beispiel dafür ist ein währungsgesichertes Papier der Société Générale, das im Juni 2013 fällig wird und sich auf Brent bezieht. Sofern die Barriere bei 70 US-Dollar hält, erzielen Anleger eine Bonusrendite von 15,4 Prozent oder 15,7 Prozent im Jahr. Mehr wird es allerdings nicht, da auf Höhe des Bonusniveaus ein Cap eingezogen ist (ISIN: DE 000 SG2 VQN 2).
Die etwas spekulativere Variante kommt von der Commerzbank. Deren Quanto-Bonuszertifikat ohne Cap (DE 000 CZ3 33X 5) läuft schon im Dezember aus. Hält die Barriere bei 85 US-Dollar (Abstand: 14,5 Prozent), erzielen Anleger eine Bonusrendite von 20,7 Prozent. An Gewinnen oberhalb des Bonusniveaus von 145 US-Dollar partizipiert der Anleger jedoch kaum, da das Papier bereits ein Aufgeld von rund 20 Prozent aufgebaut hat. Daher darf auch ein Stopp nicht fehlen, der bei 90 US-Dollar gesetzt werden sollte.



