21.02.2013 12:00
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DAX & Co: Depots clever absichern mit Puts

DAX & Co: Schutz im Schlangenjahr
Schutz im Schlangenjahr
Eine Korrektur am Aktienmarkt wird mit dem gestarteten Kursrückgang beim DAX wahrscheinlicher. Mit Put-Optionsscheinen schützen sich Anleger vor unliebsamen Überraschungen.
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von Benjamin Feingold, Euro am Sonntag

Das chinesische Neujahrsfest ist gerade zu Ende gegangen, und nun beginnt nach dem chine­sischen Horoskop das Jahr der Schlange. Börsianer wissen um die Bedeutung dieses Jahres: 1929 und 2001 waren ebenfalls Schlangenjahre und von heftigsten Börsencrashs geprägt.

Nun muss man nicht an chinesische Horoskope glauben, um zu erkennen, dass die Börsen sehr gut gelaufen sind und daher die Gefahr eines Rückschlags besteht. Vorsichtige Anleger, die sich vor einem Kursrückgang schützen wollen, können aktuell sehr preiswert Depotversicherungen in Form von Put-Optionsscheinen einkaufen. Deren Bewertung ist günstig.

Die UBS warnt, dass der kurzfristige Ausblick für die globalen Börsen getrübt ist. Zahlreiche Anleger seien bereits in den riskanteren Segmenten des Markts vertreten, erklärte die UBS. Das lasse kaum noch Spielraum für weitere Käufe. Goldman Sachs beurteilt die Situation ähnlich und hat die Dreimonatseinschätzung für globale Aktien von „übergewichten“ auf „neutral“ gesenkt.

Seit dem Tief im November ist der DAX um zehn Prozent gestiegen, der S & P 500 um fast 13 Prozent. Hinzu kommt, dass die Aktienbewertungen nicht mehr preiswert sind. Das gilt insbesondere für die USA, wie Gemma Godfrey vom Vermögensverwalter Brooks Macdonald erklärt: „Das Wachstum der Firmen fiel schwächer aus als erwartet. Der Markt braucht mehr Vertrauen, vor allem in europäische Banken.“ Godfrey befürchtet daher eine kurzfristige Korrektur.

Die Risikoprämien in Form von Volatilitätsbewertungen sind noch vergleichsweise niedrig. Der VDAX-New, der als „Angstbarometer“ gilt und die Schwankungsbreite im DAX misst, liegt mit rund 16 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Daher sind Put-Optionsscheine, die von fallenden Notierungen profitieren und daher zur Depotabsicherung geeignet sind, derzeit recht günstig. Denn es gilt die Faustregel: Je niedriger die Volatilität, desto günstiger sind Optionsscheine zu haben, und umgekehrt.

Puts sind zudem einfach zu hand­haben. Mit einer einzigen Kauf- und Verkaufstransaktion können Anleger ihr Depot vor unliebsamen Kursbewegungen schützen. Und bei Bedarf lässt sich diese „Versicherung“ auch schnell wieder auflösen. Voraussetzung hierfür ist ein Depot, das ähnlich strukturiert ist wie der zugrunde liegende Index. Ein DAX-Put sollte also zur Absicherung eines Depots mit deutschen Standardwerten genommen werden, um die Abwärtsrisiken auch tatsächlich auszuschalten.

Wer beispielsweise ein solches Depot im Wert von 20.000 Euro über die nächsten Wochen absichern will, muss bei ­einem DAX-Stand von 7.635 Punkten und einem Bezugsverhältnis der Puts von 100 : 1 zum DAX 260 DAX-Puts kaufen. Die Rechnung lautet wie folgt: Depotwert geteilt durch den DAX-Stand mal Bezugsverhältnis (20.000 : 7.635 mal 100). Jetzt müssen nur noch der Basispreis und die Laufzeit bestimmt werden, um das Depot zur Put-Fälligkeit wetterfest zu machen. Wer auf dem gegenwärtigen Niveau seine aufgelaufenen Gewinne für die nächsten Wochen absichern will, kauft einen 7600er-Put mit Fälligkeit im Mai 2013.

Das Papier ist aktuell für 2,25 Euro zu haben, sodass die Absicherung ohne Gebühren 585 Euro kostet — rund drei Prozent des Depotwerts. Fällt der DAX unter 7.600 Punkte, ist das Depot zur Fälligkeit des Puts abgesichert, da dieser ab der Marke von 7.600 Punkten die Verluste im DAX komplett ausgleicht.

Vorsicht bei vorzeitigem Verkauf
Ein vorzeitiger Verkauf ist jederzeit möglich. Man sollte jedoch wissen, dass es vor Fälligkeit zu Unterdeckungen kommen kann, da die ausgewählten Puts vor dem Laufzeitende die Indexbewegungen nur etwa zur Hälfte mitmachen. Sollten die Börsen entgegen der Erwartung weiter steigen, verliert der Put zwar an Wert oder verfällt — bei DAX-Ständen von 7600 Punkten oder mehr — zur Fälligkeit wertlos, doch das Depot gewinnt und kann bis auf den gezahlten Put-Preis unbegrenzt von steigenden Notierungen profitieren.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Absicherung bei europäischen und amerikanischen Standardwerten. Mit der Put-Absicherung im Gepäck kann das Jahr der Schlange beginnen. 

Bildquellen: istock/Ulf Gähme

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31.03.2016Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
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25.01.2016Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
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