aktualisiert: 07.11.2011 16:31
Bewerten
 (14)

Türkei: Vom Boom am Bosporus

Schwellenländer: Türkei: Vom Boom am Bosporus | Nachricht | finanzen.net
Im Land am Bosporus boomt die Wirtschaft
Schwellenländer

Die Börse in Istanbul schwächelt. Doch der Boom des Landes wird sich fortsetzen. Anleger nutzen die Kursschwäche zum Aufbau erster Positionen.

€uro am Sonntag

von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal

Vor 50 Jahren kamen die ersten türkischen Gastarbeiter in Deutschland an. Zur Feier des entsprechenden Abkommens weilte in dieser Woche auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in der Bundeshauptstadt. Wer jedoch dachte, dass es ein freundliches und friedliches Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel geben werde, der sah sich getäuscht. Denn Erdogan sparte nicht mit Kritik. Schon im Vorfeld kritisierte er via „Bild“, dass Deutschland die rund drei Millionen Türken, die derzeit hier leben, nicht ausreichend würdige. Und auch außenpolitisch schlug Erdogan zuletzt lautere Töne an, speziell zur Entwicklung in Nordafrika, im Nahen Osten und in der Auseinandersetzung mit den Kurden.

Dieses neue Selbstbewusstsein des Premiers kommt nicht von ungefähr: Die türkische Wirtschaft wächst seit Jahren in atemberaubendem Tempo, zuletzt sogar stärker als die chinesische und die indische. Auch für 2012 werden Zuwachsraten von mindestens fünf Prozent erwartet. Dadurch hat sich die Türkei zu einer Wirtschaftsmacht entwickelt, die sich auch in einem turbulenten Umfeld ökonomisch stabil zeigt.

Allerdings gibt es auch Risiken. Der Boom wird vor allem vom Konsum getragen. Die Bürger spüren den Wohlstand und kaufen kräftig, oft auf ­Kredit. Die Folge sind hohe Importe und eine negative Handelsbilanz. Hier könnte die Notenbank über Leitzinserhöhungen gegensteuern. Aus Furcht vor einer Wirtschaftsabkühlung im Zuge des negativen Euro­umfelds hat sie allerdings im August genau das Gegenteil getan. Der Leitzins wurde um einen halben Punkt auf 5,75 Prozent gesenkt.


Hier gehts zum aktuellen Heft

Wir gehen davon aus, dass sich der Boom am Bosporus fortsetzen wird – trotz einer Inflationsrate von mehr als sechs Prozent. Auch die Türkische Lira dürfte sich gegenüber dem Euro stabil entwickeln. Der Aktienmarkt musste zuletzt aber Federn lassen: Auf Jahressicht hat der Leitindex ISE 30 rund 22 Prozent verloren. Damit gab er sogar ­stärker nach als der Euro Stoxx 50. Hauptgrund ist die gestiegene Risiko­aversion internationaler Anleger. Sie zogen massiv Gelder ab. Auf dem aktuellen Niveau sollten sich jedoch langfristige Investments in die Boomregion auszahlen. Der Einstieg kann dabei über mehrere Schritte erfolgen (Stichwort Cost-Average-Effekt). Das entsprechende Indexzertifikat auf den ISE 30 (ISIN: NL 000 046 000 4) von der RBS kommt ohne Währungssicherung aus. Dividenden werden nicht angerechnet, dafür fallen keine jährlichen Gebühren an.

Bildquellen: istockphoto

Heute im Fokus

DAX vor EZB-Entscheid stabil -- Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher. Trumps mächtiges Werkzeug: Erlasse des US-Präsidenten. Vertrauen in die Altersvorsorge stark gesunken. Ahold Delhaize steigert Umsatz. Carrefour kann in Lateinamerika weiter punkten.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
E.ON SE ENAG99
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Apple Inc. 865985
Bayer BAY001
Deutsche Telekom AG 555750
Allianz 840400
Nordex AG A0D655
K+S AG KSAG88
Deutsche Lufthansa AG 823212
BMW AG 519000
Siemens AG 723610