28.02.2013 16:07
Bewerten
 (0)

Die Sonne geht erneut auf

Tokio hat sich vom italienischen Wahlschock heute wieder gut erholt, der Nikkei legte um 2,7 Prozent zu.

Beruhigend hatte vor allem die gute Nachfrage nach italienischen Staatsanleihen bei der ersten Auktion nach den Parlamentswahlen gewirkt. Zudem seien nach dem gestrigen Kursrückgang sofort Schnäppchenjäger unterwegs gewesen, hieß es am Markt. Anscheinend wird am „Kabutocho“ derzeit sofort zugegriffen, wenn die Notierungen etwas rückläufig sind.

Was sich insgesamt positiv auf die Stimmung an der Börse in Tokio auswirken dürfte, ist die Nominierung von Haruhiko Kuroda für den Chefposten der japanischen Notenbank (Bank of Japan, BoJ). Der bisherige Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank ist der Wunschkandidat des Regierungschefs Abe. Tendenziell steht er für eine lockere Geldpolitik. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank in Liechtenstein, schreibt dazu in einem Kommentar: „Nicht auszuschließen ist, dass eine der „Sofortmaßnahmen“ von Kuroda unlimitierte Wertpapierkäufe sein könnten. Vor dem Hintergrund eines Inflationszieles von 2 Prozent wäre hierfür sogar eine entsprechende Legitimation vorhanden. Für den japanischen Yen sind das keine guten Nachrichten. Wenngleich die Währung derzeit von den gestiegenen Unsicherheiten im Zuge der italienischen Parlamentswahl profitieren kann, ist nicht mit einer nachhaltigen Erholung des Yen gegenüber dem US-Dollar und Euro zu rechnen. Der Wechsel an den Notenbankspitze dürfte zu einem Paradigmenwechsel bei der japanischen Geldpolitik führen. Wir dürfen gespannt sein wie die amerikanische Zentralbank (Fed) und die EZB auf eine Öffnung der Geldschleusen in Japan reagieren werden.“

Charttechnisch bewegt sich der Nikkei auf den nächsten größeren Widerstand bei 12.100/12.200 Punkten zu. Es ist noch keine nachhaltige Verschlechterung der mittelfristigen charttechnischen Situation zu erkennen. Ein größere Konsolidierung der bisherigen Aufwärtsbewegung steht aus.

So bleibt für Japan-Optimisten, die per saldo von einem dauerhaften Aufschwung ausgehen, das währungsgesicherte Endlos-Indexzertifikat der Commerzbank (DE000DR4V021) auf den Nikkei weiter interessant.

Lesen Sie weitere interessante Scoach Artikel im Scoach Blog.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- VW mit Milliardengewinn -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BMW AG519000
Nordex AGA0D655
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610