13.12.2012 15:27
Bewerten
(0)

Santa Ben und der DAX

Das nennt man einen Durchmarsch. Nur binnen eines Monats hat der DAX gut 600 Punkte hinzugewonnen. Chapeau!
Und das trotz eines schwierigen Umfelds mit Dividendenkürzungen, Gewinnerosionen, Konjunktursorgen, Euro-Krise, Fiskalklippe und und und … Aber das ist nur die eine Seite. Auf der anderen: die Geldflut. Die Notenbanken haben Geld (an den Finanzmärkten) nahezu wertlos gemacht, was unter anderem daran deutlich wird, dass man als Anleger (Sparer) für sein Kapital kaum noch Zinsen bekommt. Bei Bundesanleihen sind die Zinsen bei Laufzeiten bis zu zwei Jahren derzeit negativ – man muss somit noch Geld mitbringen, damit der Bund das Geld verwahrt. Ab drei Jahren Laufzeit gibt es 0,04 Prozent – pro Jahr wohlgemerkt. Und bei zehn Jahren Laufzeit sind es 1,45 Prozent pro Jahr. Das heißt, wer 1.000 Euro anlegt, bekommt nach zehn Jahren 1.154,84 Euro ausgezahlt.

In den USA kommen die Haushaltsverhandlungen nicht so schnell voran … da ist aber “Santa Ben” sofort zur Stelle. Die US-Notenbank mit ihrem Vorsitzenden Ben Bernanke kündigte gestern an, dass sie ihr Anleihen-Aufkaufprogramm nun auf 85 Milliarden Dollar monatlich zu verdoppeln gedenkt.

Wie das alles dem DAX zugute kommt? Nun, er besteht aus Sachwerten, also so ungefähr dem genauen Gegenteil von (Papier-)Geldwerten und ist somit für viele Anleger wohl das, was Frau Merkel als „alternativlos“ bezeichnen würde. So treibt es viele in Aktien, die (noch) ordentliche Dividendenrenditen zahlen. Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises nannte das einmal düster eine „Katastrophenhausse“.

Im DAX sieht es nach der Aufwärtsbewegung nun so aus, als könnte sich ein „Hanging Man“ herausbilden, was zumindest kurzfristig eine Konsolidierung bedeuten könnte, aber wer weiß das schon angesichts dieser kuriosen Situation an den Finanzmärkten.

Bei einem Discount-Zertifikat auf den DAX (DE000DZ4K0C5) von der DZ Bank können Anleger aktuell eine Rendite von 6,8 Prozent (pro Jahr) erzielen. Dafür darf der Cap bei 7300 Punkten bei Laufzeitende am 18. Dezember 2013 allerdings nicht unterschritten sein. Der Discount gegenüber dem Direktinvestment (Kauf des DAX) beträgt derzeit 10,0 Prozent.

Lesen Sie weitere interessante Scoach Artikel im Scoach Blog.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow verliert -- VW-, Daimler-, BMW-Aktien verlieren kräftig: Deutsche Autoindustrie soll sich abgesprochen haben -- BYD, Tesla, Microsoft, eBay im Fokus

Siemens und Bombardier verhandeln über Eisenbahn-Joint Venture. Gazprom darf mehr Gas nach Deutschland pumpen. S&P stellt Griechenland bessere Bonität in Aussicht. Apple will mit Chinesen Autobatterien bauen: Unerwartete Konkurrenz für Tesla? Bill Gross warnt vor einem möglichen Wirtschaftskollaps. Warum Exxon jetzt plötzlich zum Umweltfreund wird. Bitcoin zurück auf Rekordkurs. General Electric verdient im zweiten Quartal weniger. Erneuter Ether-Diebstahl schreckt die Branche auf.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Obergrenze für Flüchtlinge weiter ab. Sind Sie für eine solche Grenze?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BMW AG519000
Scout24 AGA12DM8
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Siemens AG723610
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW
Coca-Cola Co.850663
BHP Billiton plc908101