09.12.2011 12:28
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LVMH - Luxus auch in Krisenzeiten

Wer hätte vor dem ökonomischen Abschwung gedacht, dass ausgerechnet die Luxusbranche als einer der Gewinner aus der bisherigen Wirtschaftskrise hervorgeht?
Der französische Branchenprimus LVMH konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 in allen Geschäftsbereichen mindestens 10% wachsen. Der weltweit führende Luxusgüterkonzern unterteilt sein Geschäft in die fünf Segmente Wein & Spirituosen, Fashion & Lederwaren, Parfüm & Kosmetika, Uhren & Schmuck sowie Selective Retailing. Bekannte Luxusmarken des Unternehmens sind unter anderem Louis Vuitton, Moët & Chandon und Hennessy. Im Geschäftsjahr 2010 konnte die LVMH-Gruppe mit einer Umsatzsteigerung von 19,2% auf 20,3 Mrd. EUR im Vergleich zu 2009 ihre Aktionäre überzeugen. Noch deutlicher wird der wirtschaftliche Erfolg bei der Betrachtung des Jahresgewinns 2010, der mit 3,03 Mrd. EUR 73% über dem Vorjahresergebnis liegt.

Die scheinbar krisenfeste operative Ausrichtung lässt sich gut am Aktienkurs ablesen. So zeigte sich die Aktie robuster als der französische Leitindex Cac40. Doch woher könnte das starke Wachstum mitten in einem solch schwierigen Wirtschaftsumfeld kommen?

LVMH profitiert sehr von der starken Luxusnachfrage aus den Schwellenländern. Insbesondere der asiatische Markt bietet ein beträchtliches Potenzial, 28% des Umsatzes werden alleine hier erwirtschaftet. Aber auch andere große Schwellenmärkte wie Russland und Brasilien sind sehr lukrativ für LVMH. Die Mittelschicht in diesen Ländern wächst stetig und in Folge dessen auch das potenzielle Käuferklientel von LVMH.

Sein finanzieller Erfolg bietet dem Konzern die Möglichkeit, regelmäßig Akquisitionen zu tätigen, um so zu versuchen ein nachhaltiges Wachstum zu sichern. Dieses Jahr wurde beispielsweise die große italienische Nobelmarke Bulgari übernommen. So konnten die Einnahmen im Bereich Uhren & Schmuck im Vergleich zum Vorjahr um 76% auf 1,2 Mrd. EUR gesteigert werden.

Eine besondere Stärke von LVMH liegt in der recht konstanten Entwicklung seiner operativen Marge. Selbst in wirtschaftlich kritischen Zeiten konnte das Unternehmen in der Vergangenheit seine Margen auf einem stabilen Niveau halten. Im Jahr 2009, als Rezessionsängste vorherrschten, ging die Marge nur gering zurück von 21% auf knapp 20%.

Dennoch sollten Anleger beachten, dass die starke Fokussierung auf den asiatischen Markt sich durch die Abhängigkeit von einzelnen Regionen negativ auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns auswirken könnte. Auch ein weltweit konjunktureller Abschwung könnte die Umsatzzahlen und den Aktienkurs von LVMH immens beeinflussen.

Bei einem aktuellen Kurs von 114,95 EUR bewerten derzeit 22 Analysten bei Bloomberg die LVMH-Aktie mit "KAUFEN" und 9 Analysten mit "HALTEN". Keiner der Analysten auf Bloomberg setzt LVMH auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel bei Bloomberg liegt bei 136,13 EUR.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trägt der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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